Aus der Landespolizeidirektion Burgenland wurde ein höherer Geldbetrag entwendet. Wie die "Kronen Zeitung" berichtete, wurde beschlagnahmtes Geld der Commerzialbank Mattersburg, deren millionenschwerer Bilanzbetrug vergangenes Jahr aufflog, im Ausmaß von knapp 70.000 Euro aus Safes der Ermittler-Zentrale gestohlen. Die Staatsanwaltschaft Wien wies das zurück. Sie spricht von 55.000 Euro. Ein Zusammenhang mit der Commerzialbank bestehe nicht.

Laut Bericht lag das Geld in zwei Tresoren in der Landespolizeidirektion in Eisenstadt. Der Verwahrort lag demnach zum einen beim Journaldienst, zum anderen bei den Kriminalisten der Wirtschaftsgruppe. In beiden Fällen hätten sich vorerst unbekannte Täter Zugriff mithilfe des Tresorschlüssels verschafft, zitiert die Zeitung einen Insider. Um an die Tresorschlüssel zu kommen, sei offenbar die Rückseite des Schlüsselkastens angebohrt worden, die Entwendung sei nicht auf Anhieb erkennbar gewesen. Der Zeitpunkt des Coups ist nicht bekannt. Laut einem Bericht auf orf.at ermitteln die Staatsanwaltschaft (StA) Wien und das Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK). (eml)

Update: Der Artikel wurde um 13:55 um die Aussagen der Staatsanwaltschaft ergänzt.