Peking meint es ernst mit der Entwicklung einer staatlichen Digitalwährung. Im März hat die Volksrepublik mit den ersten Tests begonnen, berichtet der "Tagesspiegel". In den vier chinesischen Städten Shenzhen, Suzhou, Xiong’an und Chengdu soll die unter DC/EP bekannte Währung schon zum Einsatz kommen. Das Kürzel steht für Digital currency/Electronic payment, weil sie bislang keinen eigenen Namen hat.

Zahlen via Smartphone ist längst etabliert
Das Bezahlen funktioniert über eine App, die direkt mit dem Bankkonto der Nutzer verlinkt ist. Künftig sollen Kunden auch bei Fast-Fodd-Ketten wie McDonalds oder Starbucks mit der neuen staatlichen Digitalwährung bezahlen können. Für die meisten Chinesen dürfte zumindest der Bezahlvorgang keine Umstellung sein, in der Volksrepublik begleichen die Menschen schon seit längerem über Dienste wie Alipay oder WeChat Pay wie selbstverständlich ihre Rechnungen via Smartphone.

Das dürfte es für Chinas Geschäftsbanken leichter machen, die digitale Währung in Umlauf zu bringen, schreibt die Zeitung. So könne man sie mit beiden bereits existierenden Bezahlplattformen verlinken und damit die Akzeptanz bei den Bürgern testen. (fp)