Stockpicker sollten japanische Aktien ins Auge fassen, empfiehlt Akira Fuse von der Capital Group. Er geht davon aus, dass die Gewinne japanischer Unternehmen weiter steigen, nicht zuletzt dank des anhaltenden Reformkurses von Japans Premierminister Shinzo Abe. Dennoch sind japanische Unternehmen vergleichsweise niedrig bewertet. Dieses Umfeld bietet gute Einstiegschancen für Investoren, so Fuse.

"Es gibt vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen attraktive Möglichkeiten. Diese Anlageklasse wird häufig übersehen", erklärt der Anlagespezialist. Interessant sind seiner Einschätzung nach vor allem Small- und Mid-Caps, deren Börsenwert ungefähr zwischen einer bis zu drei Milliarden US-Dollar liegt. Hinzu kommt, dass im Schnitt nur zwei Analysten die Mitglieder des Nebenwerteindex Topix Small Cap untersuchen. Dadurch bleiben vielversprechende Unternehmen oft unbeachtet. Hier sieht der Investmentprofi attraktive Chancen für Stockpicker.

Positives Investmentumfeld durch politische Fortschritte
Ein Kritikpunkt von Investoren ist häufig die Corporate Governance in japanischen Unternehmen. Steven Watson, Portfoliomanager der Capital Group, sieht auf diesem Gebiet Fortschritte. So hat die japanische Finanzaufsicht ihren Kodex für institutionelle Investoren verbessert. Auch konkretere Richtlinien an der Tokioter Börse sorgen für mehr Vertrauen.

Zudem setzt der staatliche japanische Pensionsfonds seinen Einfluss für eine bessere Coporate Governance sowie für höhere Dividenden und Aktienrückkaufe ein. Damit sind nach Ansicht der Capital Group dauerhafte Verbesserungen in Sicht. (fp)