Rückenwind für Europa-Aktien: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat signalisiert, dass die Zinsen mindestens bis zum Jahresende unverändert bleiben. Zudem scheint sich die Konjunktur langsam zu erholen. "Die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe haben sich stabilisiert – und das selbst in Deutschland und Italien", sagt Martyn Hole, Anlagestratege bei der Fondsgesellschaft Capital Group. Auch die Arbeitslosigkeit ist in fast allen EU-Ländern zuletzt gesunken.

Dadurch seien viele Aktien europäischer Unternehmen derzeit sehr attraktiv bewertet, sagt Hole. Sie bieten Investoren viele Chancen – branchenübergreifend sowie kurz- und langfristig. "Besonders in ausgewählten Sektoren lassen sich attraktive Aktienrenditen erzielen", sagt Hole. Beispiele dafür sind unter anderem die europäischen Luxusgüterhersteller LVMH und Kering, die Marken wie Luis Vuitton, Fendi oder Gucci vertreiben.

Auch Japan bietet Chancen
Ebenfalls positive Signale sendet Japan, das Land der aufgehenden Sonne. Japanische Unternehmen verzeichneten 2018 die höchsten operativen Margen seit Dekaden. Das Wirtschaftswachstum lag im ersten Quartal 2019 bei rund zwei Prozent – eine beachtliche Leistung, findet Capital-Group-Experte Christophe Braun. "Zweifellos hat die Wirtschaftspolitik der japanischen Regierung rund um Premierminister Shinzo Abe zum positiven Wachstum und der rekordverdächtig niedrigen Arbeitslosenquote beigetragen", sagt der Anlagestratege. (fp)