Es geht weiter bergauf in der US-Wirtschaft. Das sagt Darrell Spence, Volkswirt der Capital Group. Durch die Andeutung einer Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) atmen Unternehmen und Anleger wieder auf. Das verlängert den aktuellen Konjunkturzyklus der USA weiter, ungeachtet des Handelsstreits mit China.

Doch es zeigen sich erste Anzeichen für ein nahendes Ende des Kreislaufs: "Ob man es nun an steigenden Löhnen oder dem angespannten Arbeitsmarkt festmacht, die Wirtschaft weist weiterhin Merkmale einer späten Phase des Zyklus auf", sagt Volkswirt Spence. Diese Entwicklung werde die US-Unternehmen und Wirtschaft zunehmend belasten und zu einem voraussichtlichen Abschwung beitragen

Geringe Arbeitslosenquote kann zu Marktschwankungen führen
Beispielhaft dafür sei die Arbeitslosenquote in den USA, sagt Spence. Sie liegt weiterhin auf einem Rekordtief von 3,6 Prozent. So niedrig war sie zuletzt im Jahr 1969. Eine niedrige Arbeitslosenquote führt in der Regel zu höheren Löhnen, steigenden Arbeitskosten, niedrigeren Gewinnmargen und schlussendlich Schwankungen am Markt, fasst Spence zusammen. Der Capital-Group-Volkswirt rät Investoren aufgrund des drohenden Abschwungs, ein besonderes Augenmerk auf die Verschuldung von Unternehmen zu haben. (fp)