Wie teuer es wird, den Klimawandel zu begrenzen, ist ungewiss – klar ist nur: billig wird es nicht. Investitionen in Milliardenhöhe sind nötig, um die Auswirkungen der Klimakatastrophe auch nur abzufedern. Für Investoren eröffnen sich durch diese finanzielle Komponente des Klimawandels spannende Chancen, prophezeit die Investmentgesellschaft Candriam. Schon heute gibt es in den Bereichen Stromerzeugung, Mobilität und Bauen interessante Anlagemöglichkeiten, die durch die Bemühung entstanden sind, CO2-Emissionen zu begrenzen. In Zukunft könnten sich an vielen weiteren Stellen Investmentchancen auftun.

Candriam unterteilt Klimawandel-Anlagen in zwei Kategorien: Investments in Technologien, die die Klimakatastrophe abschwächen sollen, und in Technologien, die der Menschheit dabei helfen sollen, sich an die veränderte Umwelt anzupassen. Zu Ersteren gehören etwa Elektroautos, erneuerbare Energien, neue Batterietechniken oder umweltfreundlichere landwirtschaftliche Methoden. Zu Letzteren zählen unter anderem eine bessere Wärmedämmung, robusteres Saatgut und ein verbesserter Hochwasserschutz.

Markt für Anti-Klimawandel-Maßnahmen wächst
Die Candriam-Experten zeigen sich optimistisch, dass die nötigen Investitionen auch tatsächlich getätigt werden. "Es stimmt, dass die Staaten noch nicht so weit sind, wie sie dem Weltklimarat IPCC zufolge eigentlich sein müssten. Und dennoch ist die Größe des Marktes heute schon beträchtlich", heißt es von der Investmentgesellschaft. In einem Szenario zum Erreichen des Zwei-Grad-Ziels würden mehr als 40 Prozent der Treibhausgasverringerungen durch Verbesserungen bei der Stromerzeugung erreicht werden, 20 Prozent durch Verbesserungen beim Verkehr und 10 Prozent durch Emissionsreduzierung bei Gebäuden. (fp)