Wer bei den verheerenden Hochwassern in Teilen Nordrhein-Westfalens und von Rheinland-Pfalz Ende Juli noch sein Bargeld aus den Fluten retten konnte, kann sich die verschmutzten Scheine unter Umständen noch ersetzen lassen. Denn die schlammigen Geldnoten lassen sich bei der Bundesbank zurückerstatten. In den beiden westdeutschen Bundesländern haben Menschen bereits die Rückerstattung von mehr als 50 Millionen Euro beantragt, berichtet der "Tagesspiegel". 

Der Service ist für Bürger kostenlos. Sie können die Scheine bei ihrer Geschäftsbank, bei der Bundesbank oder postalisch einreichen. Doch nicht jeder Geldschein wird akzeptiert. Damit eine Banknote ersetzt werden kann, müssen 50 Prozent "plus ein weiterer Schnipsel" von ihr übrig sein. Oft kommen die Scheine stark verdreckt und beschädigt oder in Plastik eingeschweißt an. 

Blüten haben keine Chance
Spezialisten in Analysezentren waschen, trocknen, glätten und prüfen das Geld daraufhin auf Echtheit, um Fälschern keine Chance zu lassen. Bestehen die Noten den Echtheitstest, werden die Geldscheine registriert und an die Einreicher zurückerstattet. "Die Bearbeitung der Noten muss so schnell wie möglich erfolgen, bevor sie verklumpen und hart wie Beton werden", zitiert der "Tagesspiegel" den Bundesbankvorstand Johannes Beermann. (fp)