Der britische Finanzminister Philip Hammond kündigte im Oktober des Vorjahres anlässlich des bevorstehenden Brexits eigens gestaltete 50-Pence-Münzen an, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Auf ihnen soll Königin Elizabeth II. und die Aufschrift "Friendship with all Nations" zu sehen sein – inklusive dem ursprünglich vorgesehenen Brexit-Datum 29. März 2019. Der Verkauf der Münze war für dieses Frühjahr geplant. Großbritanniens staatliche Münzprägeanstalt Royal Mint hat in einem Testlauf bereits die ersten Exemplare der Münze fertiggestellt – wie viele, ist bisher noch nicht bekannt.

Doch nun geht der Brexit erst frühestens am 12. April über die Bühne. Obwohl dieses Missgeschick umgehend für reichlich Spott im Netz sorgt (siehe Twitter-Beitrag im Anschluss), bleibt Hammond trotzig gelassen: "Diese Münzen werden einen großen Sammlerwert haben", zitiert ihn die SZ. Münzen mit Fehlern sind bekanntlich bei Numismatikern äußerst beliebt. Je mehr sich eine Münze von der Norm unterscheidet, desto mehr steigt sie im Wert.

Dennoch wird die Brexit-Münze mit dem falschen Datum auch politisch ausgeschlachtet. Mary Creagh, Abgeordnete von der oppositionellen Labour-Partei, sieht die Münzen als Symbol für das Totalversagen der britischen Regierung. (mb)