Bond-Strategin: Mehr Rendite mit Schwellenländeranleihen
Bei PGIM setzt man auf Bonds aus Emerging Markets. Die Anlageklasse profitiert von attraktiven Zinsen, starken Fundamentaldaten und der Rückkehr der Investoren, erklärt PGIMs Bereichs-Chefin.
Investoren in Schwellenländeranleihen sind einiges gewohnt: Covid-Pandemie, Krieg in der Ukraine, Neukalibrierung globaler Lieferketten, Handelskriegsdrohungen und der Konflikt im Nahen Osten. Für Cathy Hepworth, Leiterin für Emerging Markets Debt bei PGIM Fixed Income, geht die Anlageklasse jedoch gereift in die Zukunft. Anlegern eröffnet das Chancen, meint sie.
Robuste Fundamentaldaten
Sie nennt stärkere makroökonomische Fundamentaldaten, glaubwürdige politische Rahmenbedingungen und die zunehmende Tiefe der lokalen Kapitalmärkte als wichtige Argumente.
Kam es 2022 angesichts der aggressiven Straffung der Geldpolitik durch die Fed zu Kapitalabflüssen, so sei 2023 sowie 2024 und insbesondere seit Jahresbeginn 2025 viel Geld zurückgeflossen in die Schwellenländer – insbesondere in Lokalwährungsanleihen.
"Entscheidend ist, dass ein Großteil dieses Kapitals strategischer und institutioneller Natur ist", sagt Hepworth. Viele Schwellenländer weisen ihrer Einschätzung nach zudem überschaubare Leistungsbilanzdefizite, glaubwürdige Inflationsziele und starke lokale Märkte auf: "Diese Verbesserungen haben das Risiko starker negativer Reaktionen selbst bei externen Schocks verringert."
Lieferanten für Mehrertrag
Schwellenländer bieten Hepworth zufolge attraktive Chancen auf Mehrertrag. Der JP Morgan EMBI Global Diversified Index rentiere derzeit bei rund 7,5 Prozent. Auch Anleihen in Lokalwährung würden an Attraktivität gewinnen: "In vielen Schwellenländern sind die Realzinsen nach wie vor hoch und die Inflation weniger problematisch als möglicherweise in den USA." Ein schwächerer Dollar verbessere das Renditeprofil von Lokalwährungsanleihen zusätzlich und unterstütze breitere Kapitalzuflüsse in Nicht-Dollar-Anlagen.
"Emerging-Markets-Anleihen sind heute längst nicht mehr so fragil wie früher", sagt Hepworth. "Anleger, die bereit sind, über die Schlagzeilen hinauszuschauen und sich mit den Fundamentaldaten auseinanderzusetzen, können attraktive und nachhaltige Chancen nutzen." (jh)















