Es besteht die realistische Chance, dass 2019 ein solides Jahr für die Kapitelmärkte wird, sagt Felix Herrmann, Anlagestratege bei Blackrock. So ist etwa nicht auszuschließen, dass Apples Warnungen bezüglich eines Wirtschaftsabschwungs in China ein Argument für US-Präsident Donald Trump sein könnten, um die Verhandlungen zwischen China und den USA zu einem guten Abschluss zu bringen. Das wäre ein wichtiges Signal für die Börsen.

Hilfreich für Investoren wäre auch ein Ende der Dollarstärke. Insbesondere für die gebeutelte Emerging Markets wäre eine schwächere US-Währung ein echter Lichtblick. "Tatsächlich spricht einiges dafür, dass 2019 nicht das Jahr des Greenbacks wird", so Herrmann. Das rückläufige US-Wachstum dürfte auf die Währung drücken. Das wachsende Leistungs- und Budgetdefizit der USA schadet dem Dollar ebenfalls. "Auch die Zinswende in Europa spricht gegen eine Abwertung des Euro im Vergleich zur US-Währung", sagt der Stratege.

Lauern auf Nachrichten
Das laufende Jahr dürfte trotz aller Hoffnungsschimmer ähnlich wackelig werden wie 2018, sagt der Blackrock-Experte. "Jede Schwächephase wichtiger makroökonomischer Fundamentaldaten wird sofort das Rezessionsgespenst an den Märkten umhergeistern lassen", prophezeit er. Das gilt insbesondere dann, wenn es sich um eine synchrone Schwäche über mehrere Regionen hinweg handelt. "Starke Wirtschaftszahlen können das Pendel hingegen in die entgegengesetzte Richtung ausschlagen lassen." (fp)