Aktienanleger mögen keine steigenden Zinsen. Diese sorgen nämlich für höhere Finanzierungskosten bei Unternehmen und damit in der Regel für sinkende Gewinnmargen, erklärt Blackrock-Kapitalmarktstratege Felix Herrmann. Steigen die Zinsen rasch und unerwartet, können Aktien- und Anleihekurse auch schon einmal gemeinsam fallen. Genau das war zuletzt an den US-Märkten zu beobachten, sagt Herrmann.

Zwar ist die Unsicherheit unter Investoren weiter gestiegen und hat zuletzt an den Märkten für Turbulenzen gesorgt. "Da wir es hier aber mit keinem neuen Trend zu tun haben, halten wir an unserer konstruktiven Sicht auf die Märkte fest", so der Stratege. Im Klartext heißt das: Angesichts des nach wie vor soliden Wirtschaftswachstums betrachtet Blackrock die jüngsten Korrekturen nicht als Beginn eines länger andauernden Bärenmarktes.

Bilanz-Stars könnten Korrektur beenden
Die gerade angelaufene US-Berichtssaison dürfte gute Nachrichten bringen und damit die Aktienkurse stützen. Firmen, die schlechte Ergebnisse liefern, bekommen zwar voraussichtlich Probleme. "Unternehmen mit gesunden Bilanzen und guten Zahlen könnten hingegen umso heller scheinen und für ein Ende des Kursverfalls sorgen", prophezeit Herrmann. "Genau diese Firmen sind es, die wir im aktuellen Umfeld präferieren." (fp)