Nie wieder Geldsorgen: Wer möchte das nicht? Nicht nur private Haushalte, auch Staaten haben sich spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie massiv verschuldet. In den USA wird deshalb die Idee einer Eine-Billion-Dollar-Münze aus purem Platin diskutiert. Damit wollen Ökonomen den ewigen Streit um die Schuldenobergrenze der USA beilegen.

Der Grundgedanke der Super-Münze stammt ursprünglich von Rohan Grey, Assistenzprofessor an der Willamette University School of Law in Oregon: Die Münzfabrik United States Mint – eine Bundesbehörde, die dem Finanzministerium untersteht –  prägt die Münzen der Vereinigten Staaten und "verkauft" sie im Anschluss an die US-Notenbank Fed. Weil die Produktionskosten der Münzen seit geraumer Zeit niedriger sind als ihr Nennwert, entsteht bei deren Verkauf buchhalterisch betrachtet ein Profit – die sogenannte "Seigniorage". Damit kassiert das Finanzministerium jährlich ein paar Hundert Millionen Dollar extra, die in den Haushalt eingespeist werden. Und was auf den Münzen steht – das bestimmt letztlich die Finanzministerin. Um wieviel einfacher also wäre es, wenn sich 

Finanzministerin Janet Yellen gab dazu zwar dem Fernsehsender CNBC ein Interview, erteilte der Idee allerdings eine Abfuhr, wie der "Tagesspiegel" berichtet. "Ich bin dagegen und glaube nicht, dass wir sie ernsthaft in Betracht ziehen sollten. Es ist wirklich eine Spielerei", sagte Yellen im Interview.Eine Eine-Billion-Dollar-Münze würde die Unabhängigkeit der Fed gefährden, weil damit Geld- und Fiskalpolitik vermischt würden, erklärte Yellen. "Statt zu zeigen, dass man dem Kongress und der Regierung vertrauen kann, dass sie die Rechnungen des Landes bezahlen, würde man genau das Gegenteil bewirken." (fp)