Eine Reihe politischer Krisen und externer Schocks hat zuletzt die Konjunktur in Europa und Ostasien belastet. "Vor allem die von den USA geschürten Handelsspannungen sowie die Wachstumsschwäche Chinas lasten auf der Stimmung der Unternehmen", heißt es von Berenberg. In Europa trägt anhaltende Ungewissheit rund um den Brexit zur Verunsicherung von Unternehmen bei. Während Firmen ihre Investitionen zurückgefahren haben, ist der private Konsum stabil. 

Die Kluft zwischen robuster Binnennachfrage und schwächelnder Außenwirtschaft kann nicht von Dauer sein, sagen die Berenberg-Experten. Sie rechnen damit, dass sich die Lage im kommenden Jahr aufhellt. "In den letzten Monaten mehren sich die Anzeichen für eine Wende zum Besseren im Jahr 2020", heißt es im Berenberg-Jahresausblick. Im Handelskrieg dürfte es zumindest ein Teilabkommen geben, nicht zuletzt, weil US-Präsident Donald Trump im anstehenden Wahljahr wohl mehr Interesse an einem Deal als an weiteren Eskalationen hat.

Erholung in China, Entspannung beim Brexit
Chinas Konjunktur dürfte zwar schwach bleiben, aber dank geldpolitischer Unterstützung nicht abstürzen. Das schwache chinesische Exportgeschäft könnte sich leicht erholen, unterstützt von einer Erholung im lokalen Automarkt. Großbritannien wird voraussichtlich einen "harten Brexit" vermeiden wollen. Die Zeit bis Ende 2020, wenn der britische Premier Boris Johnson nach eigenem Bekunden die Gespräche mit der EU zu einem Ende geführt haben will, dürfte laut Berenberg zumindest für ein Güterhandel-Abkommen reichen. (fp)