Die USA haben unter der Corona-Krise schwer zu leiden. Weil die Politik zunächst nur zögerlich mit Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen reagierte, konnte sich das Virus stark verbreiten. Nicht nur die gesundheitlichen Folgen sind dramatisch, auch um die Wirtschaft steht es miserabel. Innerhalb kürzester Zeit verlor jeder siebte Beschäftigte seinen Job. So erschreckend die Rekordarbeitslosigkeit auch ist, Bantleon-Ökonom Andreas Busch sieht Anlass zur Hoffnung. "Viele US-Bürger dürften schnell an ihren Arbeitsplatz zurückkehren – dieser Prozess hat bereits im Mai begonnen."

Außerdem greife der Staat den privaten Haushalten massiv unter die Arme. Manche Bürger würden nun finanziell sogar besser da stehen als vor der Krise. "Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass die Verbraucher weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken, was nicht zuletzt in einer anziehenden Immobiliennachfrage zum Ausdruck kommt", sagt Busch.

Aussicht auf Staatshilfen schürt Hoffnung
Alles in allem scheine es dem Staat zu gelingen, die durch den Lockdown verursachte Durststrecke zu überbrücken. In den kommenden Monaten dürften weitere staatliche Hilfen folgen. "Wir sehen daher gute Chancen, dass die Wirtschaft nach dem Absturz im zweiten Quartal wieder mächtig anzieht und den Einbruch bis Ende kommenden Jahres komplett wettgemacht hat." (fp)