Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden zum Kollektivvertrag für die 73.000 Bankangestellten droht die Gewerkschaft nun vor dem nächsten Aufeinandertreffen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern offen mit Streik. Der ÖGB-Bundesvorstand hat laut Aussendung "die Freigabe zur Unterstützung zur Ergreifung von gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen bis zum Streik erteilt", sollte es bei der nächsten Verhandlungsrunde kommenden Dienstag keinen Durchbruch geben, heißt es darin.

Das Letztangebot der Arbeitgeber würde bei einem durchschnittlichen Bruttogehalt in der Branche eine Erhöhung von 2,66 Prozent bedeuten, heißt es. Auch seien die gewerkschaftlichen Dienstrechtsforderungen zum Arbeitszeitpaket bisher "kategorisch abgelehnt" worden. Die Haltung der Arbeitgeber entspreche nicht der guten Lage am Kreditsektor, wo ein Jahresüberschuss von 5,7 Milliarden Euro zu Buche stehe, heißt es. (eml)