Bezüglich Unternehmens- und Staatsleihen aus Schwellenländern sind viele Anleger skeptisch – immerhin gehen deren hohe Kupons mit großen Ausfallrisiken und einer erhöhten Volatilität einher. Krisen in Ländern wie Argentinien und der Türkei dürften Investoren zuletzt zusätzlich abgeschreckt haben. Doch Emerging-Markets-Bonds sind gerade während der Covid-19-Pandemie eine gute Wahl, sagt Mikhail Volodchenko, Portfoliomanager bei Axa Investment Managers (Axa IM). "Emerging Market Staats- und Unternehmensanleihen sind gut dafür aufgestellt, den Sturm zu überstehen und die Lücke zu den anderen Assetklassen zu schließen", sagt er.

Asiatische Hochzinsanleihen hält Volodchenko im aktuellen Umfeld für besonders attraktiv. "Im Vergleich zu anderen Ländern verfügen asiatische Staaten über weit mehr Feuerkraft, fiskalischen Spielraum und geldpolitische Stimuli", erklärt er. Vor allem in China, dem Land, in dem die weltweit grassierende Pandemie ihren Anfang nahm, erwartet der Anlageexperte eine V-förmige Wirtschaftserholung und sieht deshalb gute Einstiegschancen.

Diese Märkte sind jetzt attraktiv
Auf Branchenebene setzt der Axa-IM-Manager auf Sektoren, die von der Krise profitieren könnten, etwa die Telekommunikationsbranche oder Edelmetalle. Mit Blick auf die Währungsseite findet er in Euro denominierte Bonds interessant, zum Beispiel von der Elfenbeinküste, aus dem Senegal, der Ukraine oder Ägypten.

Zur Vorsicht rät er dagegen bei Anleihen aus Ländern der Subsahara oder aus karibischen Staaten. Der Grund: Dort sind die Ausfallraten besonders hoch. (fp)