Mehr als ein halbes Jahr ist ins Land gezogen, seit der aktuelle ÖSTERREICHISCHE FONDSPREIS vergeben wurde – der ideale Zeitpunkt, um ­Bilanz über die ersten beiden Finanzabschnitte zu ziehen. Wie haben sich die Fonds, die in ­extrem herausfordernden Zeiten hervor­ragend performt haben, in den politisch orientierungslosen Zeiten rund um Covid-19 und Lockdowns, Nicht-Lockdowns und Impfkampagnen geschlagen?

Extremes Alpha
In diesem Umfeld hat einer der Pioniere im Bereich Asset Management, Hendrik Leber, mit seinem Acatis Datini Valueflex über alle Segmente hinweg die stärkste Halbjahresperformance ­erzielt: Der Fonds, der mit knapp 19 Prozent raketengleich ins neue Jahr gestartet ist, hat danach etwas an Fahrt eingebüßt und schaffte im zweiten Quartal ein Plus von 5,5 Prozent. Damit liegt man 0,8 Prozentpunkte hinter der Peergroup.

Mehr als nur versöhnlich stimmt indes, dass seit Jahresbeginn ein sattes Plus von 25,5 Prozent zu Buche steht – Anlegerbeschwerden wären also dann doch eher nicht angebracht. Acatis-Gründer Hendrik Leber weist im Juni-­Update auf größere unterjährige Verluste bei Curevac und Abcellera hin und plant gleichzeitig, "die Position in Biontech von aktuell 8,9 Prozent unverändert hoch zu halten, weil wir den Eindruck haben, dass die voraussichtlich sehr guten 2021er-­Ergebnisse in den Analystenschätzungen nicht ausreichend berücksichtigt sind, und weil wir in den nächsten Jahren noch ­einen deutlichen Umsatzschub aus der Krebsimmunisierung erwarten“. (hw)


Welche weiteren Faktoren für den Erfolg des Fonds ausschlaggebend waren, wie er sich im Vergleich zur Benchmark geschlagen hat und welche Award-Träger sich im Berichtszeitraum sonst noch außerordentlich gut präsentiert haben, lesen Sie ab SEite 114 in der aktuellen Print-Ausgabe 3/2021 von FONDS professionell, die dieser Tage an die Abonnenten ausgeliefert wird, oder hier im E-Magazin (Anmeldung erforderlich).

Zur Award-Methodik
Von unserem Kooperationspartner, dem Münchner Institut für Vermögens­aufbau (IVA), wird in einem ersten Schritt das Fondsuniversum nach Kategorien geordnet. Ausgezeichnet werden jeweils nur jene Fonds, die über den bereits erwähnten fünfjährigen Beobachtungszeitraum hinweg positive Ergebnisse erwirtschafteten. Für die Berechnung werden zunächst alle potenziellen Siegerkandidaten anhand ihrer Ertrags- und Risikodaten gereiht. Die besten Fonds werden anschließend durch das IVA auf Basis ihrer Anlagerichtlinien dahingehend untersucht, ob sie tatsächlich dank der Managerleistung einen Mehrwert in ihrer Anlagestrategie erzielen konnten oder ob sie lediglich aufgrund eines weiter gefassten Anlageuniversums besser abgeschnitten haben. Auf diese Weise werden Fonds, die kein erkennbares Alpha erzielt haben, zurückgereiht – auch dann, wenn ihre nackten Ertragsdaten besser sind als ­jene anderer Fonds derselben Gruppe.