Das Geschäft österreichischer Fondsgesellschaften bleibt weiter stark. Das von den Wertpapier-Verwaltungsgesellschaften (VWGs) betreute Volumen erhöhte sich seit Jahresbeginn um 10,2 Prozent auf rund 211,5 Milliarden Euro. Das teilt die Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) mit.

Ein Signal, dass die Anleger der Branche vertrauen ist, dass dieser Zuwachs zu mehr als der Hälfte aus neu investiertem Geld stammt: abseits der Kurssteigerungen von 9,3 Milliarden Euro waren zum Ende des dritten Quartals Nettomittelzuflüsse (Neuveranlagungen minus Rückgaben) von elf Milliarden Euro zu verbuchen. (Auch die FMA-Zahlen zeigten heuer bereits historisch hohe Zuflusswerte, wobei die Daten nicht direkt verglichen werden können, weil FMA und VÖIG bezüglich Fonds/Dachfonds eine unterschiedliche Rechnungsbasis verwenden). Weitere 666 Millionen Euro des Vermögenszuwachses nach VÖIG-Zählung stammen aus Ausschüttungen.

Österreich zog am meisten an
Performancesieger im Einjahreszeitraum waren Aktienfonds mit Veranlagungsschwerpunkt Österreich (Plus 60,34 Prozent), gefolgt von Aktienfonds Europa ex. UK mit rund 55,76 Prozent und Mittel- und Osteuropa mit 49,29 Prozent. Im Rentenbereich war die Wertentwicklung in Fremdwährung mit plus 3,18 Prozent am besten.

Längerfristig betrachtet sieht das natürlich anders aus. Über die letzten zehn Jahre entwickelten sich Aktienfonds mit Schwerpunkt Nordamerika am besten mit einem Plus von 14,49 Prozent per annum, gefolgt von Japan (8,41 Prozent p.a.), Euroland (7,91 Prozent p.a.) und Aktienfonds Europa (7,81 Prozent p.a.). Bei den Anleihenfonds lagen im Zehnjahresvergleich Eurorentenfonds (vorwiegend) mit rund 2,71 Prozent p.a. vor den Rentenfonds in Fremdwährung mit 2,21 Prozent p.a..

Nachhaltige Investmentfonds gefragt
Kräftig gewachsen ist erneut das Volumen der nachhaltigen Investmentfonds. Dieses erhöhte seit Jahresbeginn um rund 6,9 Milliarden Euro auf 24,3 Milliarden Euro – das entspricht einem Plus von 40 Prozent (Performance-Werte siehe Grafiken oben). Die offenen Immobilien-Investmentfonds konnten ihr Fondsvolumen seit Jahresbeginn 2021 um 8,4 Prozent auf rund 10,4 Milliarden Euro steigern. Die durchschnittliche ein-Jahres-Performance ist gleich wie der Zehnjahreswert, nämlich bei 2,3 Prozent. (eml)