Zum 31.03.2019 verwalteten österreichische Fonds insgesamt ein Vermögen (NAV) von 181,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg im ersten Quartal 2019 um 4,7 Prozent oder 8,1 Milliarden Euro, wie die Finanzmarktaufsicht FMA mitteilt.

Der Zuwachs stamme insbesondere aus Kurswertgewinnen, schreibt die Behörde in ihrem Quartalsbericht. Die gute Entwicklung der Märkte kompensiert damit die vorsichtige Haltung der Anleger: Gleichzeitig gab es nämlich im Quartal Nettomittelabflüsse von 150 Millionen Euro. Insbesondere wurde weiter Geld aus Anleihen abgezogen (netto minus 447 Millionen Euro), während bei Immobilien netto ein Plus von 270 Millionen Euro steht (Details in den Grafiken in der Klickstrecke oben).

Aktienfonds am stärksten
Das verwaltete Vermögen selbst legte sortiert nach Veranlagungsstrategie bei den reinen Aktienfonds am stärksten zu: Die 333 Vehikel in dieser Sparte verwalten ein Vermögen von 28,9 Milliarden Euro, was einem Plus von 11,6 Prozent entspricht. Sehr gut entwickelte sich aber auch die mittlerweile dominierende Gruppe der Mischfonds: Hier verwalten 1.103 Vehikel 75,6 Milliarden Euro (plus 4,8 Prozent). Die 488 Rentenfonds kommen auf 61,5 Milliarden Euro (plus 2,5 Prozent) und die 18 Immobilienfonds auf 8,8 Milliarden Euro (plus 3,8 Prozent).

Rückläufig ist hingegen aufgrund des Tiefzinsumfeldes das Vermögen in den 63 Geldmarktfonds und kurzfristige Rentenfonds (6,1 Milliarden Euro, minus 3,4 Prozent). Angeführt werden in der FMA-Statistik ohne Steigerungsangaben noch 29 Private Equity Fonds (0,6 Milliarden Euro), sowie 28 sonstige Fonds (0,4 Milliarden Euro).

Die Gesamtzahl der Fonds inländischer Gesellschaften sank im ersten Quartal weiter und zwar um 16 – dagegen legten die zugelassenen Fonds ausländischer KAGs stark zu (siehe Grafiken). Die Zahl der österreichischen KAG ist langfristig rückläufig: seit 2014 sank sie von 24 auf 16. Gleichzeitig, ist die Zahl der AIFM im gleichen Zeitraum von 40 auf 50 gestiegen.

"Asset Management wird vielfältiger"
"Das Asset Management wird auf dem österreichischen Finanzmarkt langfristig vielfältiger, komplexer und spezialisierter“, fasst der FMA-Vorstand, Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller, den Bericht zusammen: "Der Schwerpunkt verlagert sich von standardisierten Investmentprodukten zu themenorientierten wie etwa 'sustainable finance'". (eml)