Börsenprofi: Warum Meta nicht mega ist
Die Meta-Aktie ist nach der jüngst angekündigten Investitionsoffensive eingebrochen. L&G-AM-Europachef Volker Kurr sieht dafür gute Gründe.
Mit Microsoft, Meta, Alphabet (Google), Apple und Amazon haben bei der US-Berichtssaison fünf der "Magnificent Seven" jüngst innerhalb von zwei Tagen ihre Geschäftszahlen vorgelegt. Meta zog mit seinen aggressiven Plänen zur Erhöhung der Investitionsausgaben die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Die Anleger schienen aber nicht sonderlich beeindruckt zu sein. Der Aktienkurs von Meta fiel deutlich. Volker Kurr, Europachef bei L&G Asset Management, sieht dafür gute Gründe.
Misserfolge der Vergangenheit
"Meta hat in der Vergangenheit bereits mehrere erfolglose Abenteuer im Bereich neuer Technologien unternommen", so Kurr. Etwa das schon lange vergessene Metaversum. Daher seien die Anleger zu Recht nervös, was mögliche Fehltritte angeht. Wenn sich solche Befürchtungen auf andere Unternehmen ausweiten, könnten diese womöglich ihre KI-Pläne zurückfahren, meint Kurr. Das könnte die Investitionsausgaben belasten und letztlich auch die Anleger. Im Moment würde diese Sorge aber nur für Meta gelten: "Die kritischen Reaktionen auf Metas Investitionspläne zeigen im Vergleich zu dem ansonsten ungebremsten Optimismus am US-Aktienmarkt unserer Meinung nach tatsächlich eine gesunde Dynamik", so Kurr.
Andere Big-Tech-Aktien im Blick
Für die anderen Big-Tech-Unternehmen laute die Botschaft: Das Wachstum hält an, die Nachfrage übersteigt das Angebot, und die Gewinne sprudeln. Auch am breiteren US-Aktienmarkt übertreffen die Gewinne die Erwartungen und das Gewinnwachstum dürfte voraussichtlich fast neun Prozent erreichen, wie Kurr erläutert. (jh)















