Das Geschäft mit Mischfonds boomt: Deutschlandweit machen die Produkte mit einem Volumen von rund 285 Milliarden Euro etwa 27 Prozent des Gesamtmarkts an Publikumsfonds aus, zeigen Zahlen des Fondsverbands BVI. Der Kauf eines Mischfonds hat für Anleger zahlreiche Vorteile, erklärt Thomas Hünicke von der WBS Hünicke Vermögensverwaltung: Fonds, die je nach Marktlage in verschiedene Anlageklassen investieren, begrenzen den Schaden, den fallende Aktienbörsen Anlegern zufügen können. Sie sind allerdings kein Selbstläufer.

"Viele Produkte sind vergleichsweise teuer", erklärt der Vermögensprofi. Die laufenden Kosten liegen oft bei mehr als 1,5 Prozent pro Jahr. "Laut einer Morningstar-Studie haben Mischfonds in den vergangenen drei beziehungsweise fünf Jahren nur eine Performance von 0,01 und 0,75 Prozent pro Jahr hingelegt", sagt Hünicke. Die Wahl des richtigen Produkts ist für den Anlageerfolg also entscheidend. Investoren sollten sich vor dem Kauf eine Reihe an Fragen stellen, erklärt der Anlageprofi: Wie hat der Mischfonds bei Kurseinbrüchen reagiert? Setzt das Produkt auf defensive Aktien? Wann stößt der Fonds Aktien ab?

Track Record ist entscheidend
Investoren sollten das Fondsmanagement und deren jeweilige Strategien zudem gut kennen. "Das erhöht bei Marktveränderungen die Sicherheit, dass die Reaktionen der Fondsmanager mit den Vorstellungen der Anleger und Vermögensverwalter einhergehen", sagt Hünicke. Auch der Track Record eines Mischfonds spielt bei der Wahl eine entscheidende Rolle. Denn hat ein Manager in der Vergangenheit gezeigt, dass er den Fonds dauerhaft in der Gewinnzone halten kann, ist das laut Hünicke ein guter Indikator für die Zukunft. (fp)