Der Kunst-Markt bietet Investoren interessante Möglichkeiten und lässt sich inzwischen sogar über Fonds erschließen. Dennoch bleibt Kunst eine riskante Anlageklasse, warnt Andreas Görler, Senior Wealthmanager bei Wellinvest, der unabhängigen Vermögensverwaltung der Pruschke & Kalm GmbH in Berlin. Denn Kunst zu bewerten, sei sehr schwierig. Zudem sei der Markt sehr heterogen und subjektiv. "Anleger ohne Know-how sollten sich unbedingt sachkundig beraten lassen", sagt Görler.

Wie bei Aktien können Käufer am Kunstmarkt auf aufstrebende Künstler setzen und auf eine positive Entwicklung hoffen. Hier sind Einstiegsmöglichkeiten im Bereich von einigen Tausend Euro möglich. Als echte Blue Chips des Kunstmarktes können dagegen die Werke aktueller Künstler wie Gerhard Richter, Neo Rauch, Georg Baselitz und Anselm Kiefer bezeichnet werden. "Im gehobenen Preissegment spielen Namen generell eine entscheidende Rolle", erklärt Görler. Auch abgeschlossene, kunsthistorisch bedeutende Epochen wie Expressionismus und Impressionismus seien praktisch permanent gefragt und kommen nie aus der Mode.

Starkes Eigeninteresse ist Voraussetzung
Inzwischen können Investoren auch über Fonds in den Kunstmarkt investieren. Einige investieren in bestimmte Regionen, Kunstformen oder bestimmte Stilrichtungen. Es gibt die Option, Anteile des Fondsvermögens zu erhalten oder direkt einzelne Kunstobjekte, die unter Verschluss gehalten werden.

uch hier gilt: Eine gewisse Marktkenntnis ist wichtig. Und: "Wer in Kunst investiert, sollte grundsätzlich ein starkes Eigeninteresse daran haben", sagt Görler. Schließlich handle es sich um einen Markt mit sehr unterschiedlichen Anlageobjekten, bei denen der persönliche Geschmack eine nicht unwesentliche Rolle spielt. (fp)