Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Zins jüngst weiter gesenkt. Banken und Finanzinstitute zahlen bald 0,5 statt derzeit 0,4 Prozent Zinsen auf ihre Einlagen bei der EZB. Auch wenn der Einlagefreibetrag mit dieser Zinssenkung auf das Sechsfache der zu hinterlegenden Mindestreserve erhöht wurde, was die Banken somit ein Stück entlastet, rechnet Ralph Rickassel von PMP Vermögensmanagement nicht damit, dass Bankkunden bald wieder Zinsen auf ihr Erspartes bekommen.

Der Anlageprofi hat nach eigener Aussage zwar kein Geheimrezept, aber zumindest ein paar Tipps parat. Rickassel schlägt zum Beispiel vor, dass sich bei einigen der Wechsel von einem aktiv gemanagten Fonds mit hohen Gebühren zu einem günstigeren ETF lohnen kann. Außerdem sollten auch risikoscheue Anleger den tatsächlichen Aktienanteil ihres Portfolios überprüfen. Schließlich sei bei Anleihen das Verlustrisiko ähnlich hoch wie bei Aktien, sagt der Anlageprofi – und das bei deutlich schmalreren Renditechancen.

Lockangebote meiden, Anbieter prüfen
Zusätzlich sollten Anleger über Investments in alternativen Assetklassen nachdenken. "Es spricht nichts gegen kleinere Beimischungen von höher verzinslichen US-Dollar-Anleihen oder dem Kauf von offenen Immobilienfonds", sagt Rickassel. Wer ein verlockendes Angebot findet, sollte aber unbedingt auch die Seriosität des Anbieters prüfen. (fp)