In den vergangenen Wochen sind die Inflationserwartungen insbesondere in den USA spürbar gestiegen. Die Anleihemärkte haben sich bereits auf eine steigende Teuerungsrate eingestellt. Anders als Aktien: Sie bleiben von einer möglichen Rückkehr der Inflation unbeeindruckt, beobachtet Pascal Blanqué, Chefanlagestratege von Amundi.

Wer sein Portfolio gegen steigende Preise absichern möchte, kommt daher um Aktien nicht herum. Bei der Titelauswahl sollten Anleger aber selektiv vorgehen. "Insbesondere wenn die 10-jährigen Renditen weiter ansteigen, wird die Performance des Aktienmarktes unter Druck geraten", sagt Blanqué. Ein Niveau von 1,3 Prozent für 10-jährige US-Staatsanleihen könnte aus Sicht der Experten den Markt auf die Probe stellen. Zuletzt waren die Renditen für US-Staatsanleihen als Reaktion auf die Erholung der US-Wirtschaft gestiegen.

Reflation treibt Schwellenländer-Aktien
Der Wahlerfolg der Demokraten in den USA macht einen größeren fiskalischen Schub wahrscheinlicher. Anleger sollten deshalb nach Gelegenheiten in Bereichen suchen, die von der Reflation unterstützt werden, erklärt Blanqué. Das könnten zum Beispiel Substanzwerte sein aber auch zyklische Märkte wie Japan. Auch Aktien von Unternehmen in den Schwellenländer sind für Anleger interessant sein. (fp)