Die größten US-Technologiekonzerne planen, ihre Investitionen in Sachanlagen in diesem Jahr auf bis zu 725 Milliarden US-Dollar auszuweiten. Der Großteil davon soll in Ausrüstung für KI-Rechenzentren fließen.

Google-Mutter Alphabet und Meta erhöhen ihre Prognosen für die gesamten Investitionen des Jahres. Microsoft legte erstmals eine Schätzung für die Ausgaben bis Ende Dezember vor und liegt mit 190 Milliarden Dollar auf dem Niveau von Alphabet. Amazon bleibt als einziger der vier großen Rechenzentrumsbetreiber – oft als "Hyperscaler" bezeichnet – bei seiner bisherigen Planung von 200 Milliarden Dollar, meldete jedoch einen deutlichen Anstieg der Ausgaben im ersten Quartal, der den freien Cashflow belastete.

Meta hebt Investitionsrahmen an
"Wir erhöhen unsere Prognose für die Infrastrukturinvestitionen in diesem Jahr", sagte Meta-Chef Mark Zuckerberg am Mittwoch (29.4.) in einer Analystenkonferenz. Das Unternehmen hob die obere Grenze seiner geplanten Ausgaben auf 145 Milliarden Dollar an. "Der Großteil davon ist auf höhere Kosten für Komponenten zurückzuführen, insbesondere auf Speicherpreise. Aber alles, was wir in unserer eigenen Arbeit und in der Branche sehen, gibt uns Vertrauen in diese Investition."

Starke Zahlen, gemischte Marktreaktionen
Die steigenden Investitionen werden von soliden Geschäftsergebnissen der vier Unternehmen gestützt, die bei mehreren Kennzahlen die Erwartungen erfüllten oder übertrafen.

Die Reaktionen an den Märkten fielen jedoch unterschiedlich aus. Amazon und Alphabet überzeugten stärker mit ihren Ergebnissen als Meta. Dessen hohe Investitionen werden von Investoren zudem als riskanter eingeschätzt als bei Wettbewerbern mit Cloud-Geschäft, die überschüssige Kapazitäten vermieten können. (mb/Bloomberg)