Bitcoin ist erstmals seit Mitte Mai über 80.000 US-Dollar gestiegen. Eine Reihe positiver Signale hat den Optimismus am lange unter Druck stehenden Kryptomarkt zurückgebracht und die Auflösung gehebelter Positionen in Milliardenhöhe erzwungen.

Die ursprüngliche Kryptowährung stieg am Dienstag (25.8.) im asiatischen Handel um bis zu 2,9 Prozent auf 81.257 Dollar und erreichte damit ein Niveau, das zuletzt am 15. Mai verzeichnet worden war. In den sieben Tagen bis Sonntag hatte Bitcoin 23 Prozent zugelegt. Das war der stärkste Wochenanstieg seit rund drei Jahren. Dennoch liegt der Token weiterhin deutlich unter seinem im Oktober erreichten Höchststand von etwa 126.000 Dollar.

"Debasement Trade" rückt wieder in den Fokus
Bitcoin findet wieder Zuspruch, nachdem die Debatte über den "Debasement Trade" – die Flucht vor einer befürchteten Geldentwertung – neu aufgekommen ist. Auslöser war die Ankündigung von US-Finanzminister Scott Bessent in der vergangenen Woche, dass die USA ihre Bondrückkäufe ausweiten werden, um die Renditen langfristiger Staatsanleihen zu senken. Dies löste eine neue Runde von Dollar-Verkäufen aus. Skeptiker sahen in dem Plan einen weiteren Beleg dafür, dass die Trump-Regierung noch nicht bereit ist, die schwierige Aufgabe einer Verringerung des Haushaltsdefizits anzugehen.

Bitcoin wurde ursprünglich als Möglichkeit geschaffen, der Entwertung von Fiatwährungen und der durch die Geldschöpfung der Zentralbanken verursachten Inflation zu entgehen. "Das makroökonomische Umfeld wurde günstiger, nachdem der ausgeweitete Plan des Finanzministeriums für Rückkäufe langlaufender Anleihen dazu beigetragen hatte, den Dollar zu schwächen und den 'Debasement Trade' bei Bitcoin und Gold wiederzubeleben", sagte Lacie Zhang, Analystin bei Bitget Wallet.

Milliarden fließen in US-Bitcoin-ETFs
Börsengehandelte Spot-Bitcoin-Fonds verzeichneten in der vergangenen Woche ihren stärksten wöchentlichen Zufluss seit zehn Monaten, während der Token zulegte. Nach von "Bloomberg" zusammengestellten Daten flossen den 13 in den USA gelisteten Fonds netto 1,92 Milliarden Dollar zu. Das war der höchste Betrag seit Anfang Oktober vergangenen Jahres. Am 20. August verzeichneten die Fonds mit 606,3 Millionen Dollar ihren stärksten einzelnen Zuflusstag seit mehr als drei Monaten. (mb/Bloomberg)