Die Wirtschaftsprofessorin Isabel Schnabel soll als Nachfolgerin von Sabine Lautenschläger neu ins Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) einziehen. Die in Bonn lehrende Fachfrau, die seit 2014 auch zu den sogenannten "Wirtschaftsweisen" gehört, ist die gemeinsame Kandidatin der Bundesregierung, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) schreibt. Die Personalie soll heute im Bundeskabinett beschlossen werden, sie gilt als reine Formalie.

Die SZ weist ferner darauf hin, dass mit diesem Wechsel das oberste Führungsgremium der Zentralbank innerhalb weniger Monate nahezu komplett ausgetauscht werde. Neben der neuen Chefin Christina Lagarde erhielt der Ire Philip Lane schon im Frühjahr die einflussreiche Position des Chefvolkswirts, er bereitet die geldpolitischen Sitzungen vor. Der Franzose Benoît Coeuré hört Ende Dezember auf; als Nachfolger ist Italiens Vize-Notenbankchef Fabio Panetta vorgesehen. Bereits 2018 übernahm der Spanier Luis de Guindos die Position des Vize-Präsidenten bei der EZB. Der Luxemburger Yves Mersch scheidet 2020 aus. (jb)