Der im Zuge des Wirecard-Skandals in die Kritik geratene ehemalige Chef der deutschen Finanzmarktaufsicht, Felix Hufeld, ist informierten Kreisen zufolge seit mehreren Monaten als Berater für die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Apollo Global Management tätig.

Hufeld werde unter anderem seine Expertise in Fragen der europäischen Finanzregulierung einbringen, berichten darüber informierte Personen. Mit der Oldenburgischen Landesbank, die Apollo gehört und von der Bafin beaufsichtigt wird, habe Hufeld nichts zu tun, heißt es. Apollos Investitionen im Finanzbereich umfassen etwa notleidende Kredite und Versicherungswerte. So ist die Firma Hauptaktionärin der Athora Holding, die unlängst deutsche Lebens- und Rentenversicherungsbestände im Umfang von 16 Milliarden Euro vom französischen Versicherer Axa erworben hat.

Hufeld verließ die Bafin im Januar 2021. Der spektakuläre Zusammenbruch des auf einem Betrugssystem basierenden Zahlungsdienstleisters Wirecard ein Jahr zuvor hatte die Frage aufkommen lassen, ob die deutsche Finanzmarktaufsicht den Konzern nicht angemessen überwacht hatte. 

Hufeld blieb etwas mehr als ein Jahr lang von der Bildfläche verschwunden. Im Mai tauchte er als Partner der Rantum Capital Management auf. Die Investmentfirma des ehemaligen Deutschlandchefs von Morgan Stanley, Dirk Notheis, bietet kleinen und mittleren Unternehmen Kapitalbeteiligungen an und engagiert sich auch im Kreditgeschäft. (mb/Bloomberg)