Der ehemalige EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und Deutschlands Bundespräsident a.D. Horst Köhler werden der neu gegründeten Stiftung Scope Foundation beitreten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Die Stiftung soll langfristig sicherstellen, dass neben den bestehenden Ankeraktionären – Scope-Gründer und -Geschäftsführer Florian Schoeller sowie BMW-Großaktionär Stefan Quandt – niemand Einfluss auf die Strategie und die Ausrichtung der Ratingagentur nehmen könne. Das Unternehmen soll auf Dauer in europäischer Hand bleiben.

Den Posten des Vorstandsvorsitzenden hat Ex-BayernLB-Vorstandschef Gerd Häusler inne. Als sein Stellvertreter fungiert der ehemalige Fidelity-Vorstand Simon Fraser. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Lorenzo Bini Smaghi, Aufsichtsratsvorsitzender der Société Générale und Ex-EZB-Direktor, Johannes Fritz, früherer Leiter des Quandt/Klatten Family Office, und Dieter Schenk, Aufsichtsrat von Fresenius und Fresenius Medical Care.

Laut dem Bericht wird die Stiftung das Honorary Board beraten, in dem neben Köhler und Trichet Ex-EZB-Direktor José Manuel González-Páramo, der frühere italienische Finanzminister Pier Carlo Padoan und der ehemalige polnische Notenbank-Chef Leszek Balcerowicz sitzen. (mb)