Die Repräsentanz der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) an der Ständigen Vertretung Österreichs bei der EU in Brüssel bekommt eine neue Leiterin. Doris Rijnbeek übernimmt ab 1. Jänner 2023 das Amt von Isabella Lindner. Das teilt die OeNB in einer Aussendung mit. 

Rijnbeek ist seit 2015 Abteilungsleiterin für die Risikoüberwachung der OeNB. Ihre Laufbahn in der Nationalbank startete sie 1994 zunächst als Geldmarktexpertin im Treasury, danach als Fixed Income Portfolio Manager. Sie hatte unter anderem Positionen in der OeNB-Repräsentanz in New York, der Bank of England sowie der OeNB-Repräsentanz in London inne. Ab 2007 war Rijnbeek als Gruppenleiterin für die Umsetzung der Geldpolitik verantwortlich und vertrat die OeNB im Market Operations Committee (MOC) des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB). Im Rahmen des ESZB wirkte sie laut den Angaben an der Gestaltung unkonventioneller geldpolitischer Maßnahmen mit. Anschließend war sie Senior Economist bei der EZB.

Lindner geht in Pension
Isabella Lindner, die die Repräsentanz in Brüssel seit 2015 leitet, wird laut Aussendung Ende Dezember 2022 in Pension gehen. Sie hatte in der österreichischen Finanzbranche zahlreiche Funktionen inne. Unter anderem leitete Lindner in der OeNB die Abteilung für EU- und internationale Angelegenheiten (2000-2015), war Advisor für EU-Angelegenheiten (1995-1997), Finanzattaché (1991-1994), Ökonomin (1989-1991) und Beraterin im österreichischen Finanzministerium rund um die Euroeinführung (1997-2000). Lindner war in ihrer Laufbahn Mitglied etlicher Ausschüsse auf EU-Ebene. (eml)