Der für Investments in Schwellenländern und Frontier Markets bekannte Fondsanbieter Fiera Capital möchte in Deutschland künftig mit einer eigenen Tochtergesellschaft auftreten. Aktuell befindet sich die "Fiera Capital (Germany) GmbH" noch in Gründung. Bislang war der Londoner Asset Manager, der früher als Charlemagne Capital firmierte, in Frankfurt mit einer Niederlassung tätig.

Als Geschäftsführer der neuen Gesellschaft wird der bisherige Standortleiter Dennis Mehrtens agieren. Er vermarktet die in Irland aufgelegten Fiera-Fonds bei institutionellen Investoren, Finanzberatern, Dachfondsmanagern und anderen Finanzintermediären in Deutschland und Österreich. Fiera Capital ist hierzulande vor allem für seine Magna-Fonds bekannt, die unter anderem von Starmanager Stefan Böttcher verantwortet werden.

"Wir streben an, künftig mit einer eigenen Bafin-Erlaubnis zur Anlageberatung und -vermittlung zu arbeiten", erläutert Mehrtens im Gespräch mit FONDS professionell ONLINE. Zunächst wird das Unternehmen unter dem Haftungsdach der Netfonds-Tochter NFS tätig sein. "Die eigene Bafin-Erlaubnis hätte auch ohne den Brexit Sinn ergeben", betont Mehrtens. "Letztlich hat uns der Austritt Großbritanniens aus der EU aber darin bestärkt, diesen Schritt zu unternehmen." (bm)