Jetzt also doch: Die 880 Aktionäre der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) haben den österreichischen Top-Banker Karl Sevelda in den Verwaltungsrat gewählt. Sevelda war zuletzt Aufsichtsratschef der von der LLB inzwischen übernommenen Semper Constantia. Schon im Vorjahr wurde Sevelda deshalb der Posten als Verwaltungsrat der LLB in Aussicht gestellt. Der Nominierung wurde dann aber wegen anderer beruflicher Bindungen doch eine Absage erteilt. An welchem seiner Ämter die Berufung in den Verwaltungsrat vorerst scheiterte, gab das Geldinstitut damals aber nicht bekannt.

Sevelda gilt als erfahrener Banker und profunder Kenner des europäischen Finanzmarktes. Er ist bereits seit mehr als vierzig Jahren im Bankgeschäft aktiv. Von 2013 bis 2017 war er  Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Bank International. Ausserdem ist er Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Eco Austria.

Fünf Prozent höhere Dividende
Darüber hinaus hat die LLB im Rahmen ihrer Generalversammlung die Dividende um fünf Prozent auf 2,10 Schweizer Franken (rund 1,85 Euro) erhöht. Die Dividendenrendite beträgt damit 3,30 Prozent. Die Erhöhung ist nicht zuletzt einem guten Geschäftsjahr zu verdanken: "Beim Geschäftsvolumen haben wir mit über 80 Milliarden Franken einen neuen Rekordwert erzielt und damit unsere eigenen Erwartungen frühzeitig übertroffen", sagte CEO Roland Matt.

Dasselbe gelte für die um 34 Prozent auf über 67 Milliarden Schweizer Franken angestiegenen verwalteten Kundenvermögen. "Mit einem Netto-Neugeld-Zufluss von 1,3 Schweizer Milliarden Franken haben wir den höchsten Wert seit 2010 erreicht", so Matt. (cf)