FMA-Vorstand vor Abgang: Ettl soll zum Währungsfonds wechseln
FMA-Vorstand Helmut Ettl soll Österreich künftig im Direktorium des Internationalen Währungsfonds vertreten. Für den Karriereschritt soll er die Finanzmarktaufsicht verlassen. Die Entscheidung fiel nach einem gemeinsamen Auswahlverfahren von OeNB und BMF.
Helmut Ettl, Vorstand der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA, steht vor einem Wechsel zum Internationalen Währungsfonds (IWF). Österreich will den langjährigen Aufseher für die Funktionsperiode von November 2026 bis Oktober 2028 als Exekutivdirektor nominieren. Darauf haben sich die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) und das Bundesministerium für Finanzen (BMF) nach einem gemeinsamen Auswahlverfahren verständigt. Ettl soll im Zuge dessen den FMA-Vorstand verlassen.
Ettl gehört dem Gremium seit 2008 an und verfügt über langjährige Erfahrung in der Finanzmarktaufsicht. Seit dem Start der europäischen Bankenunion im Jahr 2014 ist er zudem Mitglied des Aufsichtsgremiums der Europäischen Zentralbank. Bereits seit 2011 sitzt er im Rat der Aufseher der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA), seit 2023 als stellvertretender Vorsitzender. Vor seiner Zeit bei der FMA war Ettl in leitenden Funktionen in der Bankenaufsicht der OeNB tätig.
Offizielle Wahl im Herbst
Österreich ist im IWF Teil einer Stimmrechtsgruppe gemeinsam mit der Türkei, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Slowenien und dem Kosovo. Diese Länder werden im 25-köpfigen Exekutivdirektorium durch einen Vertreter repräsentiert, der maßgeblich an den operativen Entscheidungen des Fonds mitwirkt.
Die offizielle Wahl des Exekutivdirektoriums ist für den Herbst geplant. Ettl wäre nach Hans Prader (2012 bis 2014) erst der zweite Österreicher in dieser Funktion. (cf)















