Hohe Weihen für einen FMA-Manager: David Grünberger, Leiter des Accounting-Teams der FMA, wird künftig in der Europäischen Bankenaufsicht Themen wie Risikokapitalausstattung und Bilanzierung verantworten. Das teilt die FMA mit.

Grünberger baute in der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde das Team Accounting auf und leitet die "Enforcementstelle Rechnungslegung". Er wechselt ab 1. September 2018 in die Europäische Zentralbank (EZB). Dort ist er als "Head of Section Prudential Policies" der DG IV im "Einheitlichen Aufsichtsmechanismus" (SSM) für alle Fragen der Bilanzierung und der Risikokapitalausstattung in der Aufsicht über alle Banken der Euro-Zone zuständig.

"Wir sind stolz, dass sich unser Kollege in dem 2017 europaweit durchgeführten Ausschreibungsverfahren als bestqualifizierter Bewerber durchgesetzt hat und sehen das als weitere Bestätigung für die hervorragende Kompetenz der Mitarbeiter der FMA", so die Vorstände der Behörde, Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller.

118 Banken unter direkter Kontrolle
Der SSM (Single Supervisory Mechanism, SSM) ist die 2014 geschaffene einheitliche Bankenaufsicht, die sich aus der EZB und den nationalen Aufsichtsbehörden zusammensetzt. Der SSM ist neben dem "Einheitlichen Abwicklungsmechanismus" (Single Resolution Mechanism – SRM) die zweite Säule der EU-Bankenunion. Die europäische Bankenaufsicht kontrolliert 118 als bedeutend eingestufte Banken direkt. Weniger große Banken werden seit der Schaffung des SSM zwar weiter von den nationalen Behörden beaufsichtigt, die EZB kann aber jederzeit die direkte Aufsicht über ein Institut übernehmen. (eml)