Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) wird neuer Aufsichtsratspräsident der Oberösterreichischen Versicherung. Das teilt das Unternehmen in einer Aussendung mit.

Mitterlehner war bereits Mitglied des Aufsichtsrates. In der Funktion des Vorsitzenden folgt er Leo Windtner nach, der dem Gremium 15 Jahre lang vorstand. Windtner scheidet aufgrund einer Altersklausel aus. Mitterlehner steht auch dem Aufsichtsrat der Oberösterreichischen Wechselseitigen Versicherung Vermögensverwaltung vor, die das Mehrheitseigentum an der Oberösterreichischen Versicherung AG hält.

Neu im Präsidium ist außerdem Herwig Mahr als Vizepräsident. Mahr ist FPÖ-Klubobmann im oberösterreichischen Landtag. Er folgt auf den bisherigen Vizepräsidenten Alois Froschauer, der ebenfalls aus Altersgründen geht. Dem dreiköpfigen Präsidium gehört wie bisher noch RLB OÖ-Vorstandsdirektor Stephan Sandberger an.

Drei weitere neue im Gremium
Insgesamt ist das Kontrollorgan der OÖ-Versicherung mit zwölf Eigentümervertretern besetzt. Neu berufen wurden diese Woche auch Landesfinanzdirektorin Christiane Frauscher, der Welser Anwalt Rudolf M. Ganzert und der Linzer Steuerberater Markus Raml.

Bereits davor haben sich Markus Achleitner (ÖVP) und Wolfgang Klinger (FPÖ) zurückgezogen, die nun als Landesräte in der Landesregierung vertreten sind. Die Funktionsperiode des Gremiums dauert bis Mitte 2024.

Regionalversicherer
Die Oberösterreichische Versicherung sieht sich mit knapp 450 Millionen Euro Jahresprämie als der größte österreichische Regionalversicherer. Es werden nach Eigenangaben 457.000 Kunden betreut. Am Firmenstandort Linz und in den regionalen Kundenbüros arbeiten laut den Angaben insgesamt 710 Beschäftigte. Neben Oberösterreich sind die Steiermark und Salzburg vertriebliche Schwerpunktregionen. In Deutschland ist die Oberösterreichische Anbieter von Nischen- und Spezialversicherungen, etwa für Photovoltaikanlagen, Dauercamper, Hausrat oder Hundehalterhaftpflicht. (eml)