Der ehemalige Vorstandschef des französischen Nahrungsmittelkonzerns Danone, Emmanuel Faber, wird ab dem kommenden Jahr die neue "Green-Finance"-Behörde ISSB leiten. Die Abkürzung steht für International Sustainability Standards Board und soll die globalen Regeln für die Berichterstattung von Unternehmen über soziale und ökologische Aspekte entwickeln. Das hatte die International Financial Reporting Standards Foundation (IFRS) als übergeordnete Institution im Rahmen der UN-Weltklimakonferenz in Glasgow (COP26) bekannt gegeben und dabei Frankfurt zu deren Standort bestimmt.

Bis Anfang März dieses Jahres hatte Faber über 20 Jahre lang an der Spitze von Danone gestanden, sich dann aber aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit seinem Vorstand und einer Reihe aktivistischer Investoren von dem Posten zurückgezogen. Für seinen neuen Job als ISSB-Chef scheint Faber allerdings genau der Richtige zu sein. Schon während seiner Danone-Zeit galt er — zumindest, was seine Rhethorik angeht — als Kämpfer für mehr soziale und ökologische Verantwortung, auch wenn der Nahrungsmittelkonzern unter Fabers Leitung ein eher konventionell agierendes Unternehmen geblieben ist. (hh)