Bei der UBS kommt es in den nächsten Monaten zu bedeutenden Änderungen an der Führungsspitze. So hat sich der Top-Banker und ehemalige Commerzbank-Chef Martin Blessing entschieden, nach nur drei Jahren von seinen Aufgaben als Mitglied der Konzernleitung und als Co-President Global Wealth Management der UBS Group zurückzutreten. Er wird bis zum Jahreswechsel bei der UBS bleiben, um einen nahtlosen Übergang sicherzustellen, erklärt die UBS in einer Pressemitteilung.

Daneben verlässt auch Ulrich Koerner die UBS. Er war über zehn Jahren in der Konzernleitung tätig. Er wird die Bank mindestens bis Ende März 2020 als Senior Advisor des Group CEO weiter unterstützen. Koerner war seit November 2011 President Europe, Middle East and Africa, seit 2014 zudem President Asset Management.

Nachfolge bereits geregelt
Die Großbank hat die Nachfolge der beiden scheidenden Top-Banker bereits geregelt. Suni Harford wird der Konzernleitung der UBS beitreten und Koerners Funktion als President Asset Management übernehmen. Sie hat ihre jetzige Funktion als Head of Investments bei UBS Asset Management im Jahr 2017 übernommen. Harford wechselte nach einer 24-jährigen Karriere bei der Citigroup zur UBS. Sabine Keller-Busse übernimmt zusätzlich zu ihrer aktuellen Funktion als Group Chief Operating Officer (COO) die Nachfolge von Koerner als President UBS Europe, Middle East and Africa. Seit sie im Januar 2018 COO wurde, leitete Keller-Busse Teile des Corporate Center. Sie stieg 2010 bei der UBS ein. Zuvor führte sie das Privatkundengeschäft für die Region Zürich bei Credit Suisse.

Iqbal Khan wird zur UBS stoßen und als Co-President Global Wealth Management an der Seite von Tom Naratil auf Martin Blessing folgen. Khan leitete von 2015 bis 2019 das Geschäftsfeld  International Wealth Management bei der Credit Suisse und war zudem Mitglied der Geschäftsführung. Von 2013 bis 2015 führte Khan den Bereich Private Banking and Wealth Management. Zuvor war er mit wechselnden Aufgaben bei Ernst & Young in der Schweiz tätig. (cf)