Die DWS hat eine Kreditspezialistin verpflichtet, die das Asset-Based-Finance-Geschäft mit verbrieften Vermögensgegenständen leiten soll. Damit treibt die Fondstochter der Deutschen Bank den Ausbau ihrer Sparte für alternative Anlagen voran.

Barbara Richter wechselt vom Investor Värde Partners in London, wo sie als Geschäftsführerin tätig war, zur DWS, wie das Unternehmen mitteilt. Zuvor hatte Richter leitende Funktionen bei Goldman Sachs im Handel mit strukturierten Krediten sowie in der Strukturierung von Kredit- und Hypothekengeschäften inne.

Kooperation mit Deutscher Bank
Die Ernennung ist der jüngste Schritt von Vorstandschef Stefan Hoops, um das Geschäft mit privater Kreditvergabe der DWS zu stärken. Im vergangenen Jahr hatte die Gesellschaft eine Partnerschaft mit der Deutschen Bank vereinbart, die Mehrheitsaktionärin der DWS ist.

Vor rund einem Jahr hatte Hoops den prominenten Neuzugang Paul Kelly von der Leitung der Sparte für alternative Anlagen entbunden und stattdessen Patrick Connors zum Leiter des Geschäfts mit privat vergebenen Krediten ernannt. Connors war zuvor fast 20 Jahre im Bereich Kreditfinanzierung der Deutschen Bank tätig.

Das in Frankfurt ansässige Unternehmen versucht derzeit, bis zu zwei Milliarden Euro für seinen neuen europäischen Fonds für direkte Kreditvergabe einzuwerben, wie "Bloomberg News" im vergangenen Monat berichtete.

Private Markets im Fokus
Der Vorstoß in die Bereiche direkte Kreditvergabe und forderungsbesicherte Finanzierungen erfolgt vor dem Hintergrund einer Reihe von Firmenzusammenbrüchen, die Bedenken über Sorglosigkeit bei Investoren und mangelhafte Kreditvergabestandards an öffentlichen wie privaten Märkten geschürt haben. 

Kredite, die durch konkrete Vermögenswerte besichert sind, erfreuen sich bei Anbietern privat vergebener Kredite großer Beliebtheit, die nach einer sichereren Alternative zu klassischen Unternehmenskrediten suchen. (Bloomberg/fp)