Die Deutsche Bank setzt ihren angekündigten Umbau auch an der Konzernspitze um – und schafft ein eigens dafür zuständiges Ressort, in welchem die Verantwortung für den notwendigen Wandel gebündelt wird. Diese Rolle des "Chief Transformation Officers" übernimmt einer Pressemitteilung zufolge mit sofortiger Wirkung Fabrizio Campelli, seit Ende 2015 Chef des weltweiten Geschäfts mit vermögenden Kunden. Sein Nachfolger an der Spitze des Wealth Managements ist ab sofort der bisherige Europachef der Geschäftssparte, Claudio de Sanctis. Dieser wird obendrein Mitglied des Group Management Committees.

Ferner bekommt das Geldinstitut einen neuen Personalchef: Michael Ilgner, aktuell Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Er werde zum 1. März als Generalbevollmächtigter Nachfolger von Pippa Lambert, die ihren Rücktritt aus privaten Gründen vor längerer Zeit angekündigt hat und den Konzern Ende April 2020 nach insgesamt 16 Jahren verlassen wird. Ilgner solle laut der Mitteilung in den Bank-Vorstand aufrücken, sobald die aufsichtsrechtlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Illgner und Campelli werden ferner dafür verantwortlich sein, "den Wandel in der Belegschaft der Bank mit knapp 90.000 Stellen zu gestalten", wie es in der Mitteilung heißt. Darunter fällt auch der geplante Stellenabbau: Im Juli hatte die Deutsche Bank angekündigt, bis Ende 2022 die Zahl der weltweit Beschäftigten um 18.000 verringern zu wollen. (jb)