Die neue, zentral organisierte, Steuer- und Zollverwaltung in Österreich kommt in die Gänge. In der Vorwoche sind drei wichtige Personalentscheidungen gefallen. Das "Finanzamt Österreich", das keine örtlichen Zuständigkeiten mehr kennt, wird künftig von Mag. Siegfried Manhal geleitet. Der studierte Betriebswirt (Universität Linz) ist seit Ende der 1980er Jahre in der Finanzverwaltung tätig. Unter anderem hatte er verschiedene Positionen in der Großbetriebsprüfung inne. Ab 2008 leitete Manhal das Finanzamt Gmunden Vöcklabruck, so wie zwischenzeitig das Finanzamt Freistadt Rohrbach Urfahr und war ab 2009 Chef der Finanzverwaltung "Region Mitte".

Die Steuer- und Zollverwaltung soll mit Start 1. Jänner 2021 neu strukturiert werden. Örtliche Zuständigkeiten werden aufgehoben, sachlichen Zuständigkeiten flexibilisiert, wie es in einer Aussendung von Finanzminister Gernot Blümel heißt. Statt derzeit 40 Finanzämtern und neun Zollämtern mit je einer Abgaben- und Dienstbehörde und besonderen Organisationseinheiten (Großbetriebsprüfung, Finanzpolizei und Steuerfahndung), soll es künftig zentrale Einheiten geben. Mit der Modernisierung gibt es nur mehr ein "Finanzamt Österreich", ein "Zollamt Österreich", ein "Amt für Betrugsbekämpfung", ein "Finanzamt für Großbetriebe" sowie einen "Prüfdienst für Lohnabgaben und Beiträge". Dabei sollen die regionalen Standorte erhalten bleiben.

Fetka-Blüthner und Hackner bestellt
Das "Zollamt Österreich" wird Mag. Heike Fetka-Blüthner als Vorständin leiten. Sie war ab 2003 als Fachexpertin der Geschäftsabteilung für Zoll- und Verbrauchsteuern tätig und wurde im April 2007 Vorständin des Zollamtes Graz.

Dem Amt für Betrugsbekämpfung wird Mag. Alfred Hacker vorstehen. Hacker war laut Aussendung unter anderem als stellvertretender Leiter der Abteilung für Strafsachen tätig. Seit 2005 ist er Abteilungsleiter in der Zentralleitung und leitet seit 1. Jänner 2020 befristet den Prüfdienst Lohnabgaben und Beiträge. (eml)