Die deutsche Bundesregierung plant eine zweite Amtszeit für Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Dies berichten diverse Medien, darunter die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Das Bundesfinanzministerium habe der Zeitung auf Anfrage bestätigt, dass Weidmanns Vertrag um weitere acht Jahre verlängert werden soll. Es stehe aber noch nicht fest, wann die Personalie im Bundeskabinett Thema ist, schreibt die FAZ.

Weidmann war 2011 zum Präsidenten der Bundesbank ernannt worden, im April läuft sein Vertrag aus. Als Bundesbankpräsident ist der 50-Jährige auch Mitglied im geldpolitischen Rat der Europäischen Zentralbank (EZB). Bis zum Sommer 2018 wurde Weidmann als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von EZB-Präsident Mario Draghi gehandelt, dessen Amtszeit im Oktober 2019 planmäßig nach acht Jahren endet. Inzwischen haben sich seine Chancen allerdings verringert, weil Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihn bei der Kandidatur für diesen Posten offenbar nicht unterstützen will und stattdessen den CSU-Politiker Manfred Weber favorisiert.

Verfechter einer harten Geldpolitik 
Weidmann ist als Verfechter einer harten Geldpolitik bekannt. So hat er das EZB-Anleihekaufprogramm immer wieder deutlich kritisiert, da es nach seiner Auffassung die Grenze zwischen Geldpolitik und Fiskalpolitik aufweicht. (am)