Wie die französische Finanzzeitung "Les Echos" berichtet, wird es zu personellen Umstrukturierungen bei Europas größtem Asset Manager kommen. Die neue Vorstandschefin von Amundi, Valérie Baudson, die am 10. Mai das Ruder von ihrem Vorgänger Yves Perrier übernommen hat, wird eine Reihe von Aufgaben, die sie zuvor als stellvertretende CEO innehatte, an verschiedene Führungskräfte übergeben.

Für das deutsche Amundi-Geschäft von Bedeutung: Jean-Jacques Barbéris, leitender Direktor der Abteilung für institutionelle Investoren und Firmenkunden sowie für Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen, wird – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Bafin – die Nachfolge von Baudson als Aufsichtsratsvorsitzender für Amundi Deutschland übernehmen. Barbéris, der vor seinem Wechsel zu Amundi im Jahr 2016 Berater des damaligen französischen Präsidenten Francois Hollande war, wird zudem die thematische Tochtergesellschaft CPR Asset Management leiten, bei der Baudson zuvor die CEO-Rolle inne hatte.

Fannie Wurtz, seit April 2016 Geschäftsführerin von Amundis Exchange Traded Fund-, Indexing- und Smart-Beta-Geschäft, wurde ebenfalls in das Management Committee der Gruppe aufgenommen. Sie wird die Aufgaben von Baudson in Bezug auf den externen Vertrieb und die Private-Banking-Kunden von Amundi übernehmen. Darüber hinaus soll Wurtz sich um die Integration des Wettbewerbers Lyxor kümmern, mit dem Amundi im April in exklusive Übernahme-Verhandlungen eingetreten ist.

Laut Les Echos wurden die Veränderungen bisher noch nicht öffentlich bekannt gegeben. Auf Nachfrage des Magazins aber hat Amundi die Ernennungen bestätigt. (hh)