Die Sonne fällt durch die riesige Glasfront, die den Blick auf die Frankfurter Skyline freigibt. Senffarbene Cocktailsessel und weich gepolsterte Sitzhocker vor niedrigen Tischchen laden zum Verweilen ein. An den Wänden dämmt echtes Moos den Schall und sorgt für ein angenehmes Raumklima. Der Kaffeeautomat gleich neben dem Eingang schnurrt leise. Und wäre da nicht der lange Besprechungstisch mit zahlreichen Stühlen – Besucher hätten glatt den Eindruck, sich in der Adresse geirrt zu haben.

Nein, der stylishe Empfang in der siebenten Etage des Hochhauses am Thurn-und-Taxis-Platz 6 gehört nicht zu einem Tophotel in der Mainmetropole. "Das ist unser Meet-and-Greet-Bereich", sagt Carsten Engler, Leiter Business und Change Management bei Axa Investment Managers (Axa IM) Deutschland. "Diese Abteilung ist sozusagen die interne Unternehmensberatung", erklärt er. Und so war es Engler, der federführend das neue Arbeits- und Bürokonzept des Asset Managers der Axa in Deutschland entwickelt hat. "Natürlich in enger Zusammenarbeit mit dem Management, mit allen Teams, auch der Betriebsrat war einbezogen", berichtet Engler.

Keine festen Arbeitsplätze
"Unsere Mitarbeiter sind nicht mehr jeden Tag acht Stunden im Büro", erklärt Personalreferentin Sabine Fein, die das neue Raum- und Arbeitskonzept mitentwickelte und bei der Umsetzung half. Gearbeitet wird hauptsächlich Montag bis Freitag im Zeitraum zwischen sechs und 22 Uhr – und das immer von dem Ort aus, der einem Mitarbeiter gerade am besten erscheint. Feste Arbeitsplätze hat Axa IM komplett abgeschafft.

Diese Flexibilität ist gewollt, denn so – davon sind Engler und Fein überzeugt – wird die Arbeit in Zukunft aussehen. "Ich bemerke heute schon, dass junge Bewerber der Generation Y sehr angetan von unserem Konzept sind", berichtet Fein. Stefanie Mann, Marketing- und Eventmanagerin bei Axa IM, die definitiv der Generation Y angehört, mag das flexible Modell auf jeden Fall. 


Einige eindrucksvolle Impressionen der neuen Arbeitswelt bei dem Versicherer finden Sie in unserer Bilderstrecke oben.


Mehr von anderen Teams mitbekommen
In einem Glaskasten angekommen, dessen Styling unweigerlich an die Birkenstämme in den Räumen der Burgerkette "Hans im Glück" erinnert, berichtet sie von ihren Erfahrungen mit dem neuen Arbeits- und Bürokonzept. "Mir gefällt es, in einem Open Space zu arbeiten", sagt sie. Zwar hat sie so nicht mehr wie früher ihre Teamkollegen um sich herum. "Dafür bekomme ich aber viel mehr davon mit, was in anderen Teams so läuft, und kann mich manchmal vielleicht sogar einbringen", sagt sie. 

Außerdem seien die Wege kürzer, Gespräche oder Treffen könnten mal eben auf dem "kleinen Dienstweg" erledigt werden, Entscheidungen fallen schneller. "In unserer App kann ich sehen, welcher Kollege gerade wo sitzt", berichtet Mann. Möchte sie jemanden sprechen, schickt sie über den Messenger eine Nachricht. "Dann kann man sich kurz treffen, telefonieren oder chatten, ohne vorher extra einen Termin auszumachen", sagt Mann.

Modernste Technik, gutes Klima
Räume, in die sich auch eine ganze Projektgruppe zurückziehen kann, stehen reichlich zur Verfügung – alle ausgestattet mit modernster Technik, Whiteboards, klimatisiert, schall­gedämpft, überall saftig grünes Moos an den Wänden. Wer zwischendurch eine Weile für sich sein möchte, kann – abgeschirmt in einer kleinen Nische – in einem Sessel Platz nehmen. Und von diesen Sitzgelegenheiten aus eröffnet sich wieder – der weite Blick über Frankfurt. (am)