Den Angestellten der DWS winkt offenbar ein Bonus-Plus von bis zu zehn Prozent. Dies berichtet der Finanznachrichtendienst "Bloomberg" und beruft sich auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Der Prämien-Topf sei fünf bis zehn Prozent größer als im Vorjahr, heißt es in dem Bericht. Die Fondstochter der Deutschen Bank hatte 2019 ein Nettomittelaufkommen von 26,1 Milliarden Euro erreicht, der bereinigte Vorsteuergewinn war gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent geklettert.

Die DWS war im Frühjahr 2018 als eigenständige Gesellschaft an die Börse gegangen. Als einen Grund für das IPO hatte die Führungsetage einen größeren Spielraum für variable Vergütungen angegeben. Bei Banken gelten Beschränkungen für Boni. Derweil zahlt das Mutterhaus Deutsche Bank Berichten zufolge Gehaltserhöhungen für 2020 erst später aus.

Wettbewerbsfähige Vergütungen
Ein Sprecher der DWS wollte Spekulationen über die Vergütung nicht kommentieren. Aber das Haus arbeite natürlich daran, seinen Mitarbeitern markt- und leistungsgerechte, wettbewerbsfähige Vergütungen bezahlen zu können, hieß es auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE.

DWS-Chef Asoka Wöhrmann hatte im November vergangenen Jahres angekündigt, Hierarchien einzureißen. Im Zuge dessen sollen Stellenbezeichnungen wie "Vice President" oder "Managing Director" wegfallen. Obendrein wurden Beförderungen für 2019 komplett ausgesetzt. Zugleich betonte Wöhrmann damals, dass Engagement selbstverständlich weiter belohnt werde. Die individuelle Leistung und der Beitrag zum Erfolg der DWS werde im Vergütungsprozess daher unverändert anerkannt. Mit diesen Schritten will Wöhrmann auch junge Talente locken.(ert)