Beim Wort Disruption erstarren viele Investoren vor Schreck, heißt es übersetzt doch so viel wie Zerstörung, Unterbrechung oder Bruch. Dabei ist Disruption gar kein neues Thema, sagen nun die Experten des Vermögensverwalters Flossbach von Storch (FvS). Sie verknüpfen den Begriff vielmehr mit dem technologischen Fortschritt in Zeiten der Digitalisierung. Und dieser Fortschritt sollte alles andere sein als bedrohlich. 

Disruption hat es immer schon gegeben, "nicht nur heute oder zur Jahrtausendwende, als das Internet mit Macht in die Haushalte drängte", heißt es in einer Analyse von des Kölner Vermögensverwalters. Ja, die Digitalisierung sei in vielen Bereichen und für zahlreiche Branchen eine echte Herausforderung, etwa für den Einzelhandel oder für die Finanzindustrie. FvS warnt aber davor, das bloß negativ zu sehen: Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss sich eben stetig weiterentwickeln. "Entscheidend ist, dass wir die Neugier nicht verlieren." 

Investoren sind gefordert
Genau hier ermahnen die Experten zu klugen Investitionsentscheidungen. Anleger müssen aktiv Fehler im System erkennen, aber auch den Blick für Chancen schärfen. "Am Ende ist der Umgang mit dem, was wir Disruption nennen, auch eine Frage der Haltung."

Das heißt im Klartext: Auch Investoren müssen beweglich bleiben, sich auf Neues einlassen, eigene Denkweisen hinterfragen – und dürfen sich nicht auf Erreichtem ausruhen. Dann verliert das Wörtchen Disruption den Schrecken. (fp)