Der Konzernjahresüberschuss des Vermögensverwalters Flossbach von Storch ist 2020 um rund ein Fünftel gesunken – von 320,8 auf 256,9 Millionen Euro. "Ausschlaggebend für dieses schwächere Ergebnis ist die um circa 71 Prozent geringere Vereinnahmung der erfolgsabhängigen Zusatzvergütung", heißt es im Konzernabschluss des Kölner Unternehmens, der vor wenigen Wochen im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Maßgeblicher Auslöser für den Einnahme-Rückgang aus der Performance-Fee dürfte der Corona-Crash im März 2020 gewesen sein. Damals ließ die Angst vor den damals noch nicht absehbaren Folgen der Covid-19-Pandemie die Börsen weltweit einbrechen. Das hatte naturgemäß Konsequenzen für die erfolgsabhängige Gebühr, die Flossbach von Storch für die Flaggschiffstrategie "Multiple Opportunities" verlangt, denn die Extra-Euro fließen erst bei neuen Höchstständen ("High-Watermark").


In der Chartgalerie oben hat FONDS professionell ONLINE wichtige Zahlen aus den Flossbach-von-Storch-Geschäftsberichten seit 2009 grafisch aufbereitet.


Wirklich schmerzhaft ist das Minus für den Kölner Vermögensverwalter jedoch nicht. Lässt man die erfolgsabhängige Zusatzvergütung außen vor, stiegen die Provisionsergebnisse im Geschäftsbereich "Investment Management" vor allem dank der hohen Mittelzuflüsse 2020 um rund 35 Prozent. "Dies bestätigt die grundsätzlich positive Annahme unserer Dienstleistung im Markt", heißt es geradezu bescheiden im Konzernabschluss. Zur Erinnerung: Kein anderer deutscher Asset Manager sammelte 2020 mit Wertpapierpublikumsfonds mehr Geld ein als der Kölner Vermögensverwalter (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Ein tieferer Blick auf die Geschäftszahlen zeigt außerdem, dass 2020 gemessen am Jahresüberschuss für Flossbach von Storch das zweitbeste Jahr seit der Firmengründung war. Es dürfte nicht allzu viele Unternehmen geben, auf die diese Aussage zutrifft. (bm)