FONDS professionell Österreich, Ausgabe 2/2026
STATISTIK AUSTRIA Bauen immer teurer Die StatistikAustria verzeichnet heuer einen deutlichenAnstieg der Baukosten. Allein im April verteuerten sich imWohnungs- und Siedlungsbau dieMaterial-, Energie-, Trans- port- und Lohnkosten und die Kosten für den Einsatz von Maschinen im Vergleich zumVormonat um1,4 Prozent. Seit Jahres- beginn stieg der Baukostenindex sogar um 3,8 Prozent. Etwas gedämpfter ist die Ent- wicklung der Baupreise, die die Bauher- ren tatsächlich für die Bauleistungen an die Bauunternehmen bezahlen. Denn der Baupreisindex legte im ersten Quartal im Hochbau „nur“ um 1,5 Prozent zu. FP WOHNEIGENTUM Leistbarkeit bei Käufern verbessert In den vergangenen drei Jahren nahm die mathematische Leistbarkeit eines Erwerbs von Wohnimmobilien wieder zu. Aller- dings ist sie im langfristigenVergleich deut- lich schlechter, meldet die Unicredit Bank Austria. Durch den Anstieg der Nettoein- kommen um über 3,5 Prozent verbesserte sich die Leistbarkeit vonWohnimmobilien 2025 trotz der um2,6 Prozent gestie- genen Wohnimmobilienpreise das dritte Jahr in Folge. Im Vergleich zu 2010 ist das Verhältnis der Nettoein- kommen zu den Immobilienpreisen in Österreich jedoch um 20 Prozent gesunken. Das liegt primär daran, dass die Immobilienpreise in den ver- gangenen 15 Jahren um 116 Prozent in die Höhe geschossen sind. FP WIENER WOHNMARKT Verkaufszahlen stark gestiegen Mit einer Überraschung endet das erste Quartal 2026 amWiener Woh- nungsmarkt. Laut Immo Analytics wurden in diesem Zeitraum rund 3.500 Kaufverträge fürWohnungen geschlossen. Das sind um etwa 60 Prozent mehr als im ersten Quartal 2025. „Sehr gefragt waren Single- und Pärchenwohnungenmit einer Größe von 40 bis 70 Quadratmeter“, heißt es in dem Bericht. Die Nettomieten stiegen heuer in den ers- ten drei Monaten über alle Segmente um ein bis zwei Prozent gegenüber dem Vor- jahreszeitraum. Die erzieltenKaufpreise leg- ten leicht zu, was laut Immo Analytics auf sinkende Rabatte zurückzuführen ist. FP VORSORGEWOHNUNGEN Starkes Comeback Der „Vorsorgemarktbericht Frühjahr 2026“ des Immobilienmaklers EHL meldet eine dynamische positive Entwicklung bei den Vorsorgewohnungen in Österreich. 2025 wurden in Wien 647 und mithin um 40 Prozent mehr Vorsorgewohnungen als im -DKU GDYRU YHUNDXIW $XȬÌOOLJ LVW GLH XQWHU - schiedliche Preisentwicklung. Österreich- weit kletterten die durchschnittlichenNet- tokaufpreise um3,7 Prozent auf 5.368 Euro proQuadratmeter. Dabei sind inWien und Klagenfurt die Preise minimal auf 6.288 Euro beziehungsweise 4.540 Euro zurück- gegangen. In zwei anderen Landeshaupt- städten weist der Marktbericht hingegen kräftige Zuwächse aus: In Graz verteuerte sich der Quadratmeter um 14,8 Prozent auf 4.197 Euro, in Linz um9,3 Prozent auf 5.749 Euro. FP PRIVATE MARKETS Sonne statt Schatten Neun von zehn Finanzberatern glauben, dass private Märkte langfristig eine bessere Performance erzielenwerden DOV ĆȬHQWOLFKH 0ÌUNWH XQG 3UR - zent erwarten, dass in den nächsten drei Jahren ein größerer Anteil ihrer Kunden in private Märkte investie- renwird. Das geht aus dem „Advisor Outlook“ der Investmentgesellschaft Adams Street Partners hervor. Eine Umfrage brachte die zunehmende Akzeptanz der Private Markets bei Beratern und Anlegern zutage. Semi- liquide und Evergreen-Fonds schaf- fen einen breiten Zugang für Privat- anleger, weshalb Private Equity, Pri- vate Credit und andere Alternatives nicht mehr als Satelliteninvestments gesehen werden. FP Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl verglich die historischen Immobilienpreise und fand heraus, dass Eigentumzuletzt wieder leistbarer wurde. Preise tendieren hinauf Preisentwicklung amWiener Wohnungsmarkt* Am teuersten sindWohnungen in Neubauten, die in den inneren Bezirken 8.453 Euro kosten. *Erstbezüge|Quelle: ImmoAnalyticsGmbH 0 2.000 4.000 6.000 8.000 Q1/2026 2025 2024 2023 2022 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 Netto HMZ/m 2 Wohnnutzfläche Bruttokaufpreis/m 2 Wohnnutzfläche 15,7 € 15,5 € 14,7 € 13,1 € 13,5 € 6.370 Euro 7.030 Euro 6.950 Euro 6.910 Euro 6.950 Euro €/m2 €/m 2 NEWS & PRODUCTS Sachwerte 36 fondsprofessionell.at 2/2026 FOTO: © LUKAS BEZILA | UNICREDIT BANK AUSTRIA
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