FONDS professionell Österreich, Ausgabe 2/2026
KOLLEKTIVVERTRAG Banken-KV: Einigung in 6. Verhandlungsrunde In der sechsten Verhandlungsrunde konn- ten sich die Sozialpartner auf einen Kollek- tivvertragsabschluss für die rund 68.000 Beschäftigten des Finanzsektors einigen. Das nun erzielte Gesamtpaket besteht aus monetären wie dienstrechtlichen Ver- besserungen. So werden die kollektivver- traglichen Mindestgehälter um drei Pro- zent sowie einen Fixbetrag von fünf Euro erhöht. Die Lehrlingseinkommen sowie die Kinderzulage steigen um 3,13 Prozent. Ergänzt wird dies durch Neuerungen im Dienstrecht, speziell zur besseren Verein- barkeit von Beruf und Familie. „Der heute erzielte Abschluss ist eine Einigung an der Schmerzgrenze. Einzelne Punktewären für sich alleinnicht ausreichend gewesen. Doch in Summe bringt der Abschluss spürbare, nachhaltige Verbesserungen für Einkom- men“, betont Wolfgang Pischinger, Chef- verhandler derGewerkschaftGPAundZen- tralbetriebsrat derOberbank. ImBereichdes Dienstrechts konnte eine Erweiterung der 3ijHJHIUHLVWHOOXQJ XP ]ZHL 7DJH SUR -DKU erreicht werden. Dies gilt sowohl für Kin- der als auch für Eltern, Partner:innen und Enkelkinder. Zudem ist die zweite Woche 3ijHJHIUHLVWHOOXQJ QXQ IĞU .LQGHU ELV ]X -DKUHQ PĆJOLFK FP OENB Keine Lockerungen bei Immobilienkrediten Die Nationalbank (OeNB) bleibt insbeson- dere imHinblick auf gewerbliche Immobi- lienkredite skeptisch. „Seit 2022 verzeichne- ten die österreichischen Banken einen star- ken Anstieg der NPL-Quote bei gewerbli- chen Immobilienkrediten. Besonders aus- geprägt ist dieser Anstieg im gewerblichen :RKQHQ ZRPLWWOHUZHLOH ĞEHU 3UR]HQW der Kredite notleidend sind“, erklärte die OeNB. Bezogen auf alle CRE-Kredite beträgt die NPL-Quote „anhaltend hohe 8,3 Prozent“. Die Kredite sind aufgrund ihres Volumens für die Banken systemrele- vant. Denn der Anteil der CRE-Kredite an GHQ8QWHUQHKPHQVNUHGLWHQ EHWUÌJW 3UR - zent. Nicht zuletzt auch wegen der aktuel- OHQ JHRSROLWLVFKHQ 5LVLNHQ HPSljHKOW GLH OeNB den Banken, systematische Risi- ken einzudämmen. Sie spricht sich gegen Lockerungen bei Immobilienkrediten aus und fordert die Einhaltung strengerer auf- sichtsrechtlicher Anforderungen. FP Wolfgang Pischinger, Gewerkschaft GPA: „Der heute erzielte Abschluss ist eine Einigung an der Schmerzgrenze.“ NEWS & PRODUCTS Banken 28 fondsprofessionell.at 2/2026 GROSSES FOTO: © TIZIAN RUPP | GEWERKSCHAFT GPA /// (UNTEN (V. L. N. R.): © BANK GUTMANN , MARLENA KOENIG I ERSTE GROUP , SCHOELLERBANK , BANKHAUS SPÄNGLER , BERENBERG Finanzprofis in Bewegung ››› Die aktuellsten News täglich auf fondsprofessionell.at Die Bank Gutmann hat Meinhard Platzer in den Partnerkreis aufgenom- men. Der erfahrene Banker Platzer ist seit Jänner 2026 Mitglied des Vorstands und verantwortet den Bereich Clients. Juan de Porras Aguirre übernimmt bei der Erste Group Bank als Executive Director Corporates die Lei- tung des Firmenkundenge- schäfts. Zuletzt war er Vice President der Santander Bank Polska. Alexander Bauer ist neuer Leiter der RegionÖsterreich Ost der Schoellerbank . Er folgt Alois Limberger nach, der seit 2008 für die Region aktivwar undnochbis Ende November 2026 die Über- gabe begleiten wird. Bernd Meyer hat die Ham- burger Privatbank Beren- berg verlassen. Meyer kam 2017 von der Commerzbank zu Berenberg und hat dort den Posten als Leiter der Kapitalmarktstrategieüber- nommen. Stefanie Sparber verstärkt beim Bankhaus Spängler das Private-Banking-Team in Innsbruck. Sie wechselte 2013 aus der Industrie in die Finanzbranche und arbeite- te als Anlageberaterin bei der Volksbank Tirol.
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