FONDS professionell Österreich, Ausgabe 2/2026

Die Unicredit zieht sich offenbar aus dem VertragmitdemHauptfondspartnerAmundi zurück, der 2027 endet. Es werden bereits hohe Abflüsse berichtet. Wie rasch wird OnemarketsdasumfassendeAmundi-Ange- bot kompensieren? Onemarkets hat eine breite Partnerschafts- welt. Die Liste ist lang, und sie wird länger. KannOnemarketsAmundi ersetzen? Von ersetzen würde ich nicht sprechen. Der Vertriebsfokus ist jetzt ein anderer. DerVertriebsfokus liegtbereits inallenUni- credit-Märktenauf Onemarkets? Jedes Land hat einen eigenen strategischen Fokus. In Österreich haben wir eine Son- dersituation: Schoellerbank Invest ist als Kapitalanlagegesellschaft der Unicredit Bank Austria ein integraler Bestandteil von Onemarkets. Sie managt Onemarkets- Fonds, hat aber auch eigene Fonds. Das ist eine Symbiose, die sehr wichtig ist. DieUnicredithateinstdiegroßeKAGPioneer verkauft und trennt sich nun vom General Partner Amundi. Wie wichtig ist langfristig SchoellerindieserStrategie,dieaufexterne Fondsanbieter setzt? Schoellerbank Invest ist ein integraler Bestandteil der Strategie. WiefunktioniertdieUmstellungvonAmundi auf Onemarkets im Bankverkauf? Werden die Berater incentiviert, bei den Kunden einenWechsel auf Eigenfondsanzuregen? Man kann nicht einen Kunden aus einem Produkt herausberaten, sondern man muss den Mehrwert für ein neues Pro- dukt darstellen. Man muss die Mitarbei- ter schulen. Also Amundi-Fonds kommen in der Schu- lungnichtmehr vor?Odergibt esmonetäre Anreize für eigene Fonds? EineUmstellung beimProduktfokusmusssichbeimBerater auch irgendwiemanifestieren. Eine besondere Provision gibt es in der Form nicht. Jeder Fonds hat natürlich eine Incentivierung. Bestandsprovisionen sind ja kein Geheimnis, und die gibt es auch für die eigenen Fonds. Es ist wich- tig, dem Kunden im Beratungsgespräch aufzuzeigen, dass er mit einem Produkt von Onemarkets eine gute, gegebenen- falls bessere Strategie fährt. Wir haben für die Produktwelten verschiedene Manager ausgewählt, zum Beispiel J.P. Morgan für Emerging Markets, Global Equity von Blackrock, Fidelity mit Heritage, Pictet mit Megatrends, Pimco für die Bonds. Wir können das Thema Longe- vity oder Dividendenstrategien anbieten. Auch Amundi ist Teil der Strategie. Die Fokussierung haben wir bewusst auf ver- schiedene Schultern verteilt. Wir suchen die Besten für jedes Thema aus. Die meisten großen Banken haben eigene Fondsgesellschaften. Wird der Unicredit- Schritt von der eigenen KAG zur Sub- advisory-PlattformNachahmerfinden? Der Markt beobachtet die Onemarkets- Entwicklung sicher genau. Unicredit hat Pioneer an Amundi verkauft. Wir unter- scheiden uns von anderen Anbietern mit eigener KAG. Wir brauchen nicht für jedes Land und jede Assetklasse ein eige- nes Researchteam, sondern nutzen die Expertise mehrerer Manager. SinddieOnemarkets-FondsnurfürdenUni- credit-Vertriebgedacht,oderkönntensieein- mal als Konkurrent am Gesamtmarkt auf- treten, etwaüber selbstständigeBerater? Der Fokus liegt auf hauseigenen Beratern. VielenDank für dasGespräch. EDITH HUMENBERGER-LACKNER FP KURZ-V I TA : Frank Weingarts ist seit 1993 bei der Unicredit Bank GmbH (Hypo- Vereinsbank) tätig und seit 2004 imRahmen von Onemarkets by Unicredit zuständig für das Geschäft in Österreich. Seit 2019 ist Weingarts Vorsitzender des Zerti- fikate ForumAustria, seit 2008 gehört er demVorstand des europäischen Branchenverbands EUSIPA an. » Schoellerbank Invest ist als KAG der Unicredit Bank Austria ein integraler Bestandteil von Onemarkets. « Frank Weingarts, One Markets/Zertifikate Forum Austria BANK & FONDS Frank Weingarts | Onemarkets 226 fondsprofessionell.at 2/2026 FOTO: © MARLENE FRÖHLICH FÜR FONDS PROFESSIONELL | MARLENE.AT

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