FONDS professionell Österreich, Ausgabe 2/2026
25.000 Euro nur in Zertifikaten klingt eher nachWertenausdemgehobenenBanking… Das ist ein Durchschnittswert. Es kommt auch Nachfrage vom Private Banking. Dafür hatten wir in letzter Zeit vermehrt Emissionen in US-Dollar beziehungsweise auf US-Werte, etwa Aktienanleihen auf Apple oder Microsoft. Aktienanleihen werden stärker im gehobenen Segment ]XU 'LYHUVLlj]LHUXQJ QDFKJHIUDJW :LFKWLJ ist, dass alle Wertpapierberater in den Ban- NHQ =HUWLljNDWH YHUVWHKHQ Die deutsche Aufsicht Bafin verschärft ab Juni die Pflichten bei den Turbo-Zertifika- ten. Dort hatten nach Ansicht der Bafin fast 75 Prozent der Anleger Verluste. In Öster- reichwill sichdieFMAdasauchanschauen. Wie reagieren die Banken im Zertifikate Forumdarauf? Österreichische Häuser, die in Deutsch- land anbieten, müssen sich natürlich anpassen. Bei uns in der Unicredit werden GLH =HUWLljNDWH MD LQ 'HXWVFKODQG HPLWWLHUW Ein Österreicher wird bei unseren Produk- WHQ GLHVH 6WDQGDUGV HEHQIDOOV YRUljQGHQ UnddieösterreichischenBanken?Setzensie die deutschen Standards in Österreich um, oder fahrensiezweigleisig? Was die einzelnen Banken machen, kann ich nicht sagen. Aber man muss sehen: Es ist sinnvoll, wenn die Regulatorik da mit Augenmaß vorgeht. Wir sind dafür, dass sich eine Wertpapierkultur entwickelt, in der der Selbstentscheider bewusst Risiko eingehen kann. Wo er die Möglichkeit hat, sein Depot zu optimieren. Wir sindmit der FMA im Austausch. Ich denke, die FMA ZLUG VLFK DQVHKHQ ZLH GLH %DljQ0DĕQDK - men greifen. Uns wäre wichtig, dass man LQ (XURSD HLQKHLWOLFKH 5HJHOXQJHQ ljQGHW Wenn drei Viertel der Anleger in einer Pro- duktklasse Verluste haben, muss man da nichtannehmen,dassdaseher„Casino-Gän- ger“sindalsgutinformierteSelbstentschei- der? Hätte die Industrie früher selbst ein- schreitenmüssen, umeine Behördeninter- ventionzuvermeiden? Wir können in den Wertpapierdepots nicht die dahinterliegende Strategie sehen. Es gibt keine Daten darüber, ob mit Hebelprodukten Hedging beabsichtigt wird, Renditeoptimierung oder kurz- fristige Spekulation. Es gibt Anleger, die VLFKHUQ PLW =HUWLljNDWHQ GLH '$; 3HUIRU - mance ab wie bei einer Haushaltsversiche- rung, die auch etwas kostet, ohne dass ich Gewinne habe. Soweit ich weiß, sieht die GHXWVFKH =HUWLljNDWHLQGXVWULH GLH %DljQ 6WXGLH ]X 7XUER =HUWLljNDWHQ NULWLVFK Andersgefragt:WennbeieinemProduktdie Bafineinschreitet,musssichdieösterreichi- scheBrancheetwasüberlegen,umkeinver- tieftesBehördenengagement zu riskieren? In Österreich ist die Situation anders. Nur rund ein Prozent des investierten Volu- PHQV HQWIÌOOW DXI +HEHO]HUWLljNDWH 'DV ist deutlich unter den Werten in Deutsch- land. Das kommunizieren wir auch der Aufsicht. Wir tun in der Produktaufklä- rung sehr viel. Die Häuser halten laufend Webinare und Schulungen ab, und wir sind bei Börsentagen vor Ort. Dort mer- ken wir ein sehr großes Interesse der Kun- den. Die wundern sich, dass ihre Auswahl eingeschränkt werden soll. » Wir sind dafür, dass sich eine Wertpapier- kultur entwickelt, in der der Selbstentscheider bewusst Risiko eingehen kann. Wo er die Möglich- keit hat, sein Depot zu optimieren. « Frank Weingarts, Onemarkets/Zertifikate Forum Austria fondsprofessionell.at 2/2026 223 FOTO: © MARLENE FRÖHLICH FÜR FONDS PROFESSIONELL | MARLENE.AT
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